Kultureller Austausch: Südtirol zeigt Tibetern seine Autonomie

Die jungen Erwachsenen halten sich von Donnerstag, 15. Jänner, bis Sonntag, 18. Jänner, in Südtirol auf. Im Mittelpunkt ihres Aufenthalts stehen Workshops, Gespräche mit Fachleuten sowie das Kennenlernen von Land, Leuten und der besonderen politischen Entwicklung Südtirols. Ziel der Initiative ist es, die eigene kulturelle Herkunft zu reflektieren und zugleich Einblicke in das Südtiroler Autonomiemodell zu gewinnen.
Autonomie als Erfahrungsmodell für junge Exiltibeter
Im Gespräch erläuterte Landeshauptmann Kompatscher die historischen Hintergründe der Südtirol-Autonomie, deren Entwicklung sowie die Bedeutung des Dialogs zwischen lokaler, staatlicher und europäischer Ebene. Dabei wurde auch thematisiert, wie politische Teilhabe und historische Erfahrungen das Verständnis von Identität und Selbstbestimmung prägen.
„Der Austausch mit jungen Menschen aus anderen Kulturen ist für beide Seiten bereichernd. Er zeigt, wie wichtig Geschichte und Mitbestimmung für das Selbstverständnis eines Volkes sind“, betonte Kompatscher während des Treffens.
Begegnungen, Workshops und internationale Unterstützung
Begleitet wurde die Gruppe von Günther Cologna von Eurac Research sowie von Thinlay Chukki, der Vertreterin der Exiltibeter in Genf. Neben fachlichen Inputs stand auch der persönliche Austausch im Vordergrund, um Parallelen und Unterschiede zwischen den Erfahrungen der Tibeter im Exil und der Geschichte Südtirols sichtbar zu machen.
Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Stiftung Südtiroler Sparkasse sowie vom Forschungszentrum Eurac Research. Die Initiative soll jungen Menschen Raum geben, sich mit Fragen von Herkunft, Identität und politischer Teilhabe auseinanderzusetzen – und zugleich den Blick über nationale Grenzen hinweg zu öffnen.






