von mmh 16.01.2026 17:23 Uhr

„Tirol ist unteilbar“: Andreas-Hofer-Bund kündigt neue Aktionen an

Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol hat die österreichische Bundesregierung eindringlich aufgefordert, sich klar und unmissverständlich zum Selbstbestimmungsrecht Südtirols zu bekennen. Anlass sind nach Angaben des Bundes die tiefgreifenden Veränderungen in der Weltordnung und die völkerrechtlichen Grundlagen des Selbstbestimmungsrechts.

(Bild: Effekt Verlag).

Selbstbestimmungsrecht als zentrale Verpflichtung

„Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern ein zentraler Pfeiler des modernen Völkerrechts“, betont Bund-Obmann Alois Wechselberger. Er verweist auf die historische, rechtliche und moralische Verantwortung Österreichs als Schutzmacht Südtirols, dieses Recht aktiv zu vertreten.

Südtirol-Ausschuss im Nationalrat soll wieder tagen

Zudem fordert der Andreas-Hofer-Bund die sofortige Wiedereinsetzung und regelmäßige Einberufung des Südtirol-Ausschusses im österreichischen Nationalrat. „Es ist nicht hinnehmbar, dass ein zentrales Gremium zur Wahrnehmung der Schutzmachtfunktion jahrelang faktisch stillgelegt ist“, so Wechselberger. Ziel sei ein parteiübergreifender Schulterschluss aller Nationalratsparteien, um die Südtirol-Frage ernsthaft zu bearbeiten. „Südtirol darf kein Spielball parteipolitischer Interessen sein“, betont der Bund.

Heimholung der ladinischen Gemeinden

Ein weiteres Anliegen des Andreas-Hofer-Bunds ist die Heimholung der drei ladinischen Gemeinden aus der Provinz Belluno nach Südtirol. Wechselberger bezeichnet die Ladiner als „unverzichtbaren Teil Tirols“ und kritisiert, dass die fortgesetzte Trennung dieser Gemeinden dem Minderheitenschutz und dem europäischen Selbstverständnis widerspreche.

Unterstützung für Meinhard Durnwalder

Der Bund bekräftigt außerdem seine volle Unterstützung für Meinhard Durnwalder, der sich für die Rechte Südtirols einsetzt. Wechselberger: „Wer sich konsequent für die Anliegen unseres Landes einsetzt, verdient Rückhalt – auch über Staatsgrenzen hinweg.“

Aktionen ab 2026 angekündigt

Ab 2026 plant der Andreas-Hofer-Bund eine deutliche Intensivierung seiner Aktivitäten in Südtirol und Welschtirol. „Wir werden den Druck erhöhen – sichtbar, friedlich und entschlossen“, kündigt Wechselberger an. Abschließend stellt er klar: „Tirol ist unteilbar – historisch, kulturell und politisch. Die Zeit des Schweigens ist vorbei.“

Der Andreas-Hofer-Bund zeigt damit, dass das Thema Selbstbestimmung und regionale Rechte weiterhin zentral auf seiner Agenda steht und eine verstärkte politische Präsenz einfordern will.

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