von mmh 16.01.2026 13:51 Uhr

„Ehrenamt in Südtiroler Hand-statt leerer Worte Taten für unser Land“

Mit einer neuen Protestaktion macht der Schützenbezirk Burggrafenamt/Passeier erneut auf bestehende Missstände im Bereich des Ehrenamts aufmerksam. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Bezirk mit zwei Aktionen Kritik am Vorgehen der Landesregierung geübt, insbesondere im Zusammenhang mit dem seit Langem angekündigten Landesregister für ehrenamtlich tätige Vereine.

(Foto: Schützenbezirk Burggrafenamt Passeier)

Hintergrund ist das Inkrafttreten des Vereinsgesetzes des Dritten Sektors mit 1. Jänner 2026. Nach Angaben des Schützenbezirks sei bis heute jedoch kein entsprechendes Landesregister umgesetzt worden. Statt konkreter Maßnahmen habe es bislang lediglich Ankündigungen und Zusicherungen gegeben. Das Register gilt aus Sicht der Vereine als zentral, um rechtliche und organisatorische Sicherheit zu gewährleisten.

Vereine sehen sich vor zusätzlichen Belastungen

Nach Darstellung des Schützenbezirks stehen zahlreiche Vereine durch die ausbleibende Umsetzung des Landesregisters vor erheblichen Herausforderungen. Ohne eine landeseigene Lösung seien sie gezwungen, sich in das nationale Register einzutragen. Damit verbunden seien umfangreiche bürokratische Anforderungen sowie persönliche Haftungsrisiken für Kassiere und rechtliche Vertreter. Eine verlässliche Planungssicherheit bestehe unter diesen Umständen nicht.

Der Schützenbezirk verweist darauf, dass die Landesregierung den Verbänden zugesichert habe, das Landesregister samt notwendiger Durchführungsverordnungen bis zum 1. Jänner 2026 einzuführen. Dieses Versprechen sei bisher nicht eingehalten worden.

Protestbanner bei der MEBO-Ausfahrt Nals

Als sichtbares Zeichen des Protests wurde nun ein Banner mit der Aufschrift „Ehrenamt in Südtiroler Hand – statt leerer Worte Taten für unser Land“ neben der MEBO-Ausfahrt Nals angebracht. Laut dem Schützenbezirk soll das Banner so lange dort hängen bleiben, bis die zugesagten Maßnahmen umgesetzt sind. Es richte sich insbesondere an die zuständige Landesrätin und solle täglich an die aus Sicht der Initiatoren angespannte Lage der Südtiroler Vereine erinnern.

In der Stellungnahme fordert der Schützenbezirk die Landesregierung auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und konkrete Lösungen vorzulegen. Die Vereinstätigkeit und das kulturelle Zusammenleben im Land seien sonst ernsthaft gefährdet. Es brauche klare und tragfähige Maßnahmen, anstatt weiterer Verzögerungen durch laufende Ausarbeitungs- oder Abstimmungsprozesse.

Unterzeichnet ist die Stellungnahme von Bezirksmajor Hannes Holzner, der im Namen des Schützenbezirks Burggrafenamt/Passeier eine Lösung einfordert, die den Stellenwert des Ehrenamts und der Vereine für das gesellschaftliche Leben in Südtirol berücksichtigt.

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