von mmh 16.01.2026 18:49 Uhr

68. Opernball im Zeichen des Broadway

Der 68. Opernball am 12. Februar steht ganz im Zeichen des Broadway. Herzstück der Eröffnung werden etwa die „Maria“-Arie und die Balkonszene aus dem weltberühmten Musical „West Side Story“ von Leonard Bernstein sein – eine Geschichte wie „Romeo und Julia in New York“, sagte Staatsoperndirektor Bogdan Roščić am Freitag bei einer Pressekonferenz. Auch sonst betritt der Ball neue Wege: 2026 wird er erstmals als „Green Event“ abgehalten.

APA/GEORG HOCHMUTH

Ausschlaggebend für das doch recht ungewöhnliche Eröffnungsprogramm des Abends war die neue Ballettdirektorin Alessandra Ferri. Diese trat mit der Idee an den Direktor heran, bei der Eröffnung mit dem Staatsballett „The Carousel Waltz“ aus dem Musical „Carousel“ von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein tanzen zu wollen. „Es ist ein Feiern des Lebens, der Kunst, der Musik und der Gesellschaft“, sagte Ferri. Roščić gefiel dies offenbar so gut, dass er den Rest der Eröffnung um diesen Broadway-Hit zimmerte. Für die Kostüme der Tänzerinnen und Tänzer zeichnete niemand Geringerer als Giorgio Armani verantwortlich, der noch vor seinem Ableben im vergangenen Jahr die Bekleidung entwarf.

Als Sänger der Eröffnung wurden heuer die südafrikanische Sopranistin Pretty Yende und der französische Tenor Benjamin Bernheim gewonnen. „Sie zählen zu der kleinen Gruppe weltweit gesuchter Sänger“, sagte Roščić. Neben Bernstein stehen unter anderem „Art is Calling for Me“ aus der Operette „The Enchantress“ von Victor Herbert sowie das Trinklied aus der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi auf dem Programm. Abgeschlossen wird die Eröffnung wieder ganz traditionell mit dem Donauwalzer. Dann übernimmt „der kollektive Wahnsinn“, so Roščić.

Opernball-Plakat von Arnulf Rainer

Das Plakatsujet wurde heuer von dem weltberühmten Künstler Arnulf Rainer zur Verfügung gestellt und von dessen Familie nach seinem Tod im Dezember übergeben. Dieses kann ab heute online () und schließlich im Dorotheum ersteigert werden. Der Reinerlös der Auktion kommt – wie alle weiteren Spendenaufschläge rund um den Opernball – der Hilfsaktion „Österreich hilft Österreich“ zugute.

Für den ORF bedeutet der Opernball wieder einen sicheren Quotenhit. 2025 sahen etwa bis zu 1,445 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer dem Spektakel im Fernsehen zu. „Der Opernball als Höhepunkt der Ballsaison ist zugleich auch immer das glamouröse TV-Highlight des Jahres für ein Millionenpublikum“, sagte ORF-Generaldirektor Roland Weißmann. Durch den diesjährigen TV-Abend führen erneut Mirjam Weichselbraun, Teresa Vogl und Andi Koll. Kommentiert wird von dem bewährten Duo Karl Hohenlohe und Christoph Wagner-Trenkwitz.

apa

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