Zwei Männer in Wien erfroren

„Wir sind sehr betroffen und traurig“, schrieb Caritas-Wien-Direktor Klaus Schwertner auf Facebook. Dass zuletzt Menschen auf der Straße erfroren sind, „ist einige Jahre her“, sagte Schwertner zur APA. Er verwies auf das Kältetelefon. Dieses verzeichnete zuletzt rund 350 Anrufe pro Tag. Allein 8.000 Anrufe habe es in Wien in diesem Winter bereits gegeben. Dadurch „konnten wir gemeinsam mit euch, Rettung und Polizei dutzende obdachlose Menschen in den letzten drei Wochen vor dem Kältetod retten“, schrieb der Caritas-Direktor auf Facebook. Er appellierte, das Kältetelefon weiterhin zu nutzen. Bei medizinischen Notfällen ist die Rettung unter 144 erreichbar.
Menschen mit Körpertemperatur von 34 Grad gefunden
„In mehr als einem dutzend Fälle haben wir buchstäblich in letzter Minute dank Hinweise über das Kältetelefon“ Obdachlose noch rechtzeitig gefunden und ins Krankenhaus einliefern lassen, „teilweise mit einer Körpertemperatur von 34 Grad“, sagte Schwertner zur APA. Sie konnten stabilisiert werden. „In mehreren 100 Fällen haben wir Menschen in Notquartiere vermitteln können“, sagte der Caritas-Direktor.
Er betonte, dass es genug Schlafplätze gibt, zuletzt wurden sie nochmals aufgestockt. „Es wird alles unternommen, dass niemand abgewiesen werden muss.“ Doch gebe es auch Gründe, warum Menschen draußen schlafen, etwa psychische Erkrankungen, schlechte Erfahrungen oder weil sie es schwer aushalten, mit so vielen anderen Personen in einem Raum zu schlafen.
apa






