von mmh 15.01.2026 10:15 Uhr

Jagd-Ausflug mit Folgen- Neue Ermittlungen gegen Benko laufen

Neue Ermittlungen gegen René Benko! Wie Oe24 berichtet steht der Signa-Gründer im Visier der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt wegen eines brisanten Waffen-Verdachts und möglicher falscher Zeugenaussagen.

APA

Auslöser war ein Jagdausflug im September 2024 auf dem Stüblergut am Gaberl in der Steiermark, das der Benko zugerechneten Laura Privatstiftung 2020 gehört. Mit dabei: der damalige Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreter Georg Dornauer (SPÖ), gegen den ein Waffenverbot galt. Ein später veröffentlichtes Foto zeigte Dornauer mit dem „Beutebruch“ am Hut – ein traditionelles Zeichen des Schützen.

Die politischen und strafrechtlichen Folgen für Dornauer waren massiv: Er verlor alle Ämter, wurde aus der SPÖ ausgeschlossen und stand wegen verbotenen Waffenbesitzes vor Gericht. Das Verfahren wurde schließlich eingestellt, nachdem ein Hotelier und der Berufsjäger als Zeugen angaben, Dornauer habe den Hirsch nicht selbst geschossen.

Zeugen sorgen nun selbst für Ermittlungen

Genau diese Aussagen bringen nun Benko, den Hotelier und den Pirschführer in Bedrängnis: Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hatte Zweifel am Wahrheitsgehalt der Zeugenaussagen und leitete ein Verfahren wegen des Verdachts der falschen Beweisaussage ein. Mittlerweile wurde der Fall an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt übergeben. Ein Sprecher bestätigte die Ermittlungen, nannte jedoch keine Namen der Beschuldigten.

Waffenrechtliche Vorwürfe gegen Benko

Bereits seit Juli 2025 ermittelt die Behörde gegen Benko wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Der passionierte Jäger soll Waffen an Personen überlassen haben, die nicht zum Besitz berechtigt waren. Diese Ermittlungen gehen aus den großen Signa-Untersuchungen der WKStA hervor, unter anderem wird ein Vorfall in Puchberg am Schneeberg geprüft.

Zwei Verfahren parallel

Somit laufen aktuell bei derselben Staatsanwaltschaft zwei Verfahren gegen Benko: eines wegen möglicher falscher Zeugenaussagen, das andere wegen Verstößen gegen das Waffengesetz. Benkos Anwalt, Norbert Wess, wollte sich nicht äußern. Dornauers Anwalt Johannes Zink betont, die neuen Ermittlungen beträfen nicht seinen Mandanten. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.

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