von ih 14.01.2026 09:12 Uhr

„Südtirol darf NICHT bunter und diverser werden!“

Die Junge Süd-Tiroler Freiheit hat die jüngsten Aussagen der neuen Vorsitzenden der Südtiroler Hochschülerschaft, Neha Bhati, scharf kritisiert. Bhati hatte erklärt, Südtirol könne „ruhig bunter und diverser werden“ und betont, man könne in der Heimat verwurzelt sein und zugleich offen und weltoffen denken. Diese Position stößt bei der Landesjugendorganisation der Süd-Tiroler Freiheit auf deutlichen Widerspruch.

STF-Jugendsprecherin Melanie Mair hat kein Verständnis für die ideologischen Spielchen der Südtiroler Hochschülerschaft.

Ideologische Spielchen statt Studentenvertretung

STF-Jugendsprecherin Melanie Mair wirft der Hochschülerschaft vor, sich von ihren eigentlichen Aufgaben zu entfernen.

„Die Südtiroler Hochschülerschaft soll sich um die Interessen der Studenten kümmern und keine ideologischen Spielchen treiben“, erklärt Mair. Als älteste Studentenvertretung des Landes habe sich die Hochschülerschaft seit über 70 Jahren vor allem mit konkreten Anliegen wie leistbarem Wohnen, der Anerkennung von Studientiteln und der Abwanderung von Akademikern beschäftigt.

Zwar habe Bhati angekündigt, diese Themen weiterhin aufzugreifen, gleichzeitig aber auch die gesellschaftliche Akzeptanz von Diversität zu einem Schwerpunkt machen zu wollen. Mair äußert daran Zweifel: „Die Hauptaufgabe der Studentenvertretung lag immer in der Förderung der studentischen, sozialen und gesellschaftlichen Interessen der Studenten. Dass es ein primäres Interesse sei, Diversität in der Südtiroler Gesellschaft zu fördern, bezweifle ich stark.“

„Studenten trauen sich nicht mehr, ihre Meinung zu äußern“

Stattdessen fordert die Junge Süd-Tiroler Freiheit eine stärkere Konzentration auf praktische Probleme im Studienalltag. Dazu zählten unter anderem angemessene Löhne, attraktive Wohnmodelle, Entbürokratisierung sowie die Unterstützung bei alltäglichen Herausforderungen. Auch die Meinungsfreiheit an den Universitäten müsse wieder gestärkt werden.

„Viele Studenten trauen sich heute nicht mehr, ihre Meinung offen zu äußern – aus Angst vor Nachteilen im Studium oder im späteren Berufsleben“, so die Kritik von Melanie Mair.

Abschließend betont die STF-Jugendsprecherin, dass diese Fragen für Studenten und Akademiker zukunftsweisend seien. Die Forderung nach einem „bunteren und diverseren Südtirol“ gehöre aus Sicht der Jungen Süd-Tiroler Freiheit nicht zu den zentralen Aufgaben einer Studentenvertretung.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite