von ih 13.01.2026 14:22 Uhr

Wenn Busfahren in Südtirol Angst macht

Die Gewalt in Südtirols Bussen und Zügen nimmt spürbar zu und sorgt bei vielen Fahrgästen und Mitarbeitern für Verunsicherung. Was früher als sicherer Teil des Alltags galt, ist heute für immer mehr Menschen mit Angst verbunden. Übergriffe, Bedrohungen und tätliche Angriffe häufen sich, und längst sind nicht mehr nur Nachtstunden oder einzelne Gegenden betroffen.

Symbolfoto UT24

„SVP verharmlost Lage“

Die Süd-Tiroler Freiheit sieht in den öffentlichen Verkehrsmitteln ein ernstes Sicherheitsproblem, das nicht länger klein­geredet werden dürfe. Sven Knoll wirft der Südtiroler Volkspartei vor, die Lage zu verharmlosen und Vorfälle als Einzelfälle abzutun.

Die Realität im öffentlichen Verkehr zeichne jedoch ein anderes Bild. So wurde im Dezember ein Busfahrer von einem Jugendlichen attackiert, der während der Fahrt sogar versuchte, das Steuer zu ergreifen. In Bozen kam es zudem innerhalb kurzer Zeit zu mehreren gewalttätigen Übergriffen auf Fahrer, und ganze Linien gelten inzwischen als besonders problematisch.

Was jetzt gefordert wird

In der Jännersession des Landtages will die Süd-Tiroler Freiheit einen Beschlussantrag einbringen, um die Sicherheit in Bussen und Zügen wieder zu stärken.

Gefordert werden unter anderem mehr Videoüberwachung, Notrufsysteme für das Fahrpersonal, schnellere Strafverfahren sowie konsequente Maßnahmen gegen Personen, die im öffentlichen Verkehr gewalttätig geworden sind. Auch ein entschlosseneres Vorgehen gegen kriminelle und illegal aufhältige Ausländer, bis hin zu rascheren Abschiebungen, soll gemeinsam mit den SVP-Abgeordneten in Rom vorangetrieben werden.

Ziel der Süd-Tiroler Freiheit sei es, das Sicherheitsproblem klar zu benennen und konkrete Schritte einzuleiten, damit öffentliche Verkehrsmittel wieder das werden, was sie sein sollten: ein geschützter Raum für Fahrgäste und Mitarbeiter.

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