Roland Riz im Alter von 98 Jahren verstorben

Jahrzehntelanger Einsatz für Politik und Autonomie
Riz gehörte über Jahrzehnte zu den prägenden Figuren der Südtiroler Politik. Sein politischer Weg begann früh: 1957 wurde er Vizebürgermeister von Bozen, nur ein Jahr später zog er in die italienische Abgeordnetenkammer ein. Zwischen 1958 und 1987 war er mit einer kurzen Unterbrechung Mitglied der Abgeordnetenkammer, anschließend bis 1996 Senator.
Zwischen 1991 und 1992 übernahm Riz das Amt des Obmanns der Südtiroler Volkspartei und führte die Partei in einer entscheidenden Phase ihrer Geschichte. Darüber hinaus war er Mitglied zahlreicher parlamentarischer Ausschüsse, darunter solche, die sich mit der Umsetzung und Reform des Südtiroler Autonomiestatuts beschäftigten – ein Kernanliegen der Politik seiner Generation.
Neben seiner politischen Tätigkeit war Riz auch als Rechtsanwalt und Professor für Rechtswissenschaften tätig. Er lehrte unter anderem italienisches Strafrecht und Autonomierecht an Universitäten in Italien und Österreich und veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten zu Straf- und Verfassungsrecht.
Jurist, Professor und vielfach geehrt
Für seine Verdienste wurde Riz mit zahlreichen hohen Auszeichnungen geehrt, darunter das Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik und das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Riz hinterlässt ein bleibendes politisches und gesellschaftliches Erbe in Südtirol – als Streiter für Autonomie, Rechtsstaatlichkeit und die verfassungsrechtliche Verankerung der deutschen und ladinischen Minderheit in Italien.
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