Minus 29 Grad: Kälterekord in Österreich – danach drohen Glatteis und Lawinen

Extremfrost, Glatteis und Wetterumschwung
Auf 845 Metern Seehöhe registrierte die Messstation in Liebenau-Gugu den niedrigsten Wert des Winters. Dahinter folgten Schwarzau im Freiwald mit minus 28,4 Grad sowie Zell am See mit minus 21,6 Grad. Vergleichsweise mild blieb es in Wien, wo in der Inneren Stadt minus 5,1 Grad gemessen wurden.
In vielen Bundesländern war es zuletzt so kalt wie seit Jahren nicht mehr. In Vorarlberg, Oberösterreich, Niederösterreich und dem Burgenland lag ein vergleichbarer Frost zuletzt 2018 vor, in Tirol, Salzburg und Kärnten 2021.
Nach der Kaltfront erreichte von Westen eine Warmfront Österreich. Zunächst schneit es bis in tiefe Lagen, später geht der Niederschlag in gefrierenden Regen über. Die Geosphere Austria gab bis Dienstag eine gelbe Glatteiswarnung für weite Teile des Landes aus. Auf kalten Fahrbahnen droht erhöhte Unfallgefahr, Verkehrsteilnehmer sollen besonders vorsichtig fahren.
Lawinengefahr steigt deutlich an
Mit den steigenden Temperaturen und den jüngsten Neuschneemengen verschärft sich auch die Lawinensituation. Vor allem im westlichen Tirol herrscht große Gefahr: Für die Verwallgruppe, die östliche Silvretta, weite Teile der Lechtaler Alpen sowie Abschnitte der Allgäuer Alpen galt am Montag die Lawinenwarnstufe vier.
Neu- und Triebschnee liegen dort vielfach auf einer schwachen Altschneedecke und sind schlecht verbunden. Lawinen können daher sehr leicht ausgelöst werden. Auch in vielen weiteren Gebieten Tirols wird die Gefahr als erheblich eingestuft. Experten warnen, dass die Lage in den kommenden Tagen kritisch bleibt – besonders bei Touren oberhalb der Waldgrenze.






