Abschied von Roland Riz: Wegbereiter der Südtiroler Autonomie

Riz selbst betonte in einem Filmportrait seiner Tochter Veronika 2023 die Bedeutung des Einsatzes für die Autonomie: „Für die Autonomie mussten wir streiten – für die Autonomie müssen wir auch heute noch streiten, vergesst das nie!“ Er sei überzeugt, dass der gewählte Weg der Autonomie richtig gewesen sei, und blickte auf den jahrzehntelangen Kampf mit Stolz zurück.
Anerkennung von Politik und Landtag
Landtagspräsident Arnold Schuler erinnert an Riz als Politiker mit „großer Sachkenntnis, Integrität und Weitblick“, der die Autonomie Südtirols maßgeblich mitgestaltet habe. Besonders hervorgehoben wird sein Beitrag in zahlreichen parlamentarischen Ausschüssen, darunter der vorbereitende Ausschuss für die Statutenreform 1972 sowie die 6er-, 12er-, 13er- und 19er-Kommissionen, die die autonomen Kompetenzen des Landes stärkten.
SVP-Obmann Dieter Steger würdigt ihn :„Er hat die Südtirol-Autonomie maßgeblich mitgestaltet und sich um ihre internationale Verankerung in besonderer Weise verdient gemacht.“
Geboren am 12. Mai 1927 in Bozen, lehrte Riz über 30 Jahre Italienisches Verfassungs- und Autonomierecht an der Universität Innsbruck und engagierte sich über Jahrzehnte politisch. Neben seiner Zeit als Kammerabgeordneter und Senator war er von 1991 bis 1992 Obmann der SVP und zuvor Vizebürgermeister von Bozen.
Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der politischen und gesellschaftlichen Landschaft Südtirols, sein Engagement für die Autonomie bleibt jedoch unvergessen.






