von ih 10.01.2026 13:51 Uhr

Deutschdefizite als zentrales Schulproblem in Tirol

Die Tiroler FPÖ-Bildungssprecherin Gudrun Kofler kritisiert die aktuelle Diskussion über Zuständigkeiten und Behördenstrukturen im Bildungswesen als realitätsfern. Die von Landeshauptmann Anton Mattle angestoßene Debatte über eine mögliche Abschaffung der Bildungsdirektionen sei reine Symbolpolitik und gehe an den tatsächlichen Problemen in den Klassenzimmern vorbei.

Symbolbild UT24

Gudrun Kofler sieht die größten Herausforderungen in mangelnden Deutschkenntnissen, zunehmenden Disziplinproblemen und wachsender Gewalt an Schulen. In immer mehr Klassen werde Deutsch kaum noch als Umgangssprache gesprochen, was qualitativ hochwertigen Unterricht erheblich erschwere. Gleichzeitig berichteten Lehrkräfte von steigender Aggression und Respektlosigkeit.

Zusätzlich nehme die psychische Belastung von Schülern zu. Überforderung, Lernrückstände und fehlende Stabilität wirkten sich negativ auf die mentale Gesundheit aus, auch Lehrkräfte stießen immer öfter an ihre Grenzen.

Statt über Organigramme zu diskutieren, fordert Kofler klare Maßnahmen: verbindliche Sprachförderung, konsequente Regeln, wirksame Integration und ausreichende psychosoziale Unterstützung. „Entscheidend ist, dass Schulen rasch und effektiv unterstützt werden“, so Kofler. Die Zukunft der Kinder entscheide sich im Klassenzimmer – nicht in Verwaltungsstrukturen.

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