Wohnen in Tirols Tälern: Können sich Einheimische das noch leisten?

Südtirol bleibt eine der teuersten Regionen Italiens zum Wohnen. Im November 2025 lag der Durchschnittspreis bei rund 3.628 Euro pro Quadratmeter, wie Immobiliare.it berichtet. In Bozen kosten gute Wohnungen oft zwischen 4.400 und 6.500 Euro pro Quadratmeter. In Meran oder Bruneck geht es ähnlich hoch hinaus, teils über 5.000 Euro. Der Anstieg beträgt in den vergangenen Jahren drei bis fünf Prozent.Â
Innsbruck führt in Nordtirol an
Noch teurer ist es in Nordtirol, vor allem in Innsbruck. Dort liegen die Preise 2025 bei durchschnittlich 7.425 bis 7.900 Euro pro Quadratmeter, was fast doppelt so viel wie vor zehn Jahren ist, heißt es von Maklern wie Engel & Völkers. Im Tiroler Schnitt sind es rund 4.700 Euro. Beliebte Lagen treiben die Kosten.Â
Günstiger in Osttirol
In Osttirol rund um Lienz ist es etwas erschwinglicher. Hier kosten Wohnungen im Schnitt etwa 3.200 Euro pro Quadratmeter. Doch auch dort ziehen die Preise an, besonders für kleinere Objekte.Â
Warum steigen die Preise überhaupt?
Gründe gibt es mehrere: Weniger Bauland, starker Zuzug und der boomende Tourismus machen Immobilien knapp und begehrt. Dazu kommen höhere Baukosten und Zinsen. Viele Einheimische spüren den Druck, besonders junge Paare, die eine Familie gründen wollen, oder Pensionisten.Â
Hilfen vom Land
Beide Länder versuchen zu helfen. In Südtirol gibt es ab Februar 2026 neue Förderregeln: Höhere Beträge bis 52.000 Euro und begünstigte Darlehen sollen den Einstieg erleichtern. In Nordtirol steigen die Baukostengrenzen für Förderungen leicht an. Dennoch reicht das vielen nicht aus.
Ganz Tirol ist lebenswert und zieht Menschen an, genau das macht es aber auch teuer. Ein starkes Miteinander und kluge Politik sind nötig, damit Einheimische hier Wurzeln schlagen können. Die schönen Täler verdienen Bewohner, die sie sich leisten können.






