„SVP stimmt jedem Wahnsinn aus Brüssel zu!“

Jürgen Wirth Anderlan warnt vor gravierenden Folgen für die heimische Landwirtschaft. „Intransparente Nahrungsmittel, Billigimporte und Konkurrenz durch die Agrarindustrie – das ist ein Todesstoß für unsere heimischen Bauern“, erklärt Wirth Anderlan. Das Abkommen begünstige vor allem global agierende Großbetriebe, während klein- und mittelstrukturierte Familienbetriebe zunehmend unter Druck gerieten.
Kritisiert werden insbesondere der Wegfall von Zöllen, der zu Preisdumping führen könne, sowie unterschiedliche Produktionsstandards. Immer wieder wird auf mangelhafte Kontrollen bei Lebensmitteln aus Südamerika verwiesen. Jüngste Berichte über den Einsatz von in der EU verbotenen Antibiotika und Hormonen, etwa in Brasilien, hätten diese Sorgen weiter verstärkt.
Wirth Anderlan übt zudem scharfe Kritik an der politischen Linie der SVP. Während bäuerliche Betriebe mit steigenden Kosten, zunehmender Bürokratie und neuen Auflagen konfrontiert seien, habe die Partei aus seiner Sicht nahezu allen agrarpolitischen Vorhaben aus Brüssel zugestimmt – darunter dem Green Deal sowie verschiedenen Umwelt- und Regulierungsverordnungen. Diese würden in der Praxis vor allem zusätzliche Belastungen und fehlende Planungssicherheit bedeuten.
Besonders deutlich fällt seine Kritik an der Parteiführung und an führenden Agrarvertretern aus. Dass EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann das Mercosur-Abkommen unterstütze und sich der zuständige Landesrat bislang nicht öffentlich dazu äußere, sei bezeichnend für den Kurs der Partei. Auch der Bauernbund habe seine Rolle als Interessenvertretung weitgehend eingebüßt, so Wirth Anderlan. Entscheidungen würden mitgetragen, ohne dass die Betroffenen ausreichend eingebunden seien – mit wachsendem Unmut in der bäuerlichen Bevölkerung.
Für den Landtagsabgeordneten der Liste JWA ist die Stoßrichtung klar: Das Mercosur-Abkommen verschärfe den Strukturwandel in der Landwirtschaft und gefährde regional verwurzelte Betriebe. „Während wenige global orientierte Unternehmen profitieren, werden kleine Betriebe im internationalen Wettbewerb aufgerieben“, warnt er. Seine Forderung lautet daher: ein klares Nein zu Mercosur, zu unfairen Importen und zu EU-Vorschriften, die an der Realität vieler Bauern vorbeigingen.






