von ih 08.01.2026 06:55 Uhr

Bürgermeister geht trotz Anschlag lieber Tennis spielen

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat die Öffentlichkeit über seine Aktivitäten am Tag des linksextremen Anschlags auf die Stromversorgung falsch informiert. Entgegen seiner ursprünglichen Aussage, er habe den ganzen Tag zu Hause gearbeitet, bestätigte die Senatskanzlei, dass Wegner am Samstag zwischen 13 und 14 Uhr Tennis spielte.

Symbolbild von hansmarkutt auf Pixabay

Reaktion und Gegenreaktion

Ein Sprecher von Kai Wegner erklärte, der Bürgermeister sei ständig erreichbar gewesen. Wegner selbst sagte, er habe Tennis gespielt, um „den Kopf frei zu kriegen“, betonte jedoch, bereits seit dem frühen Morgen in Gesprächen mit der Bundesregierung gestanden und Maßnahmen vorbereitet zu haben.

Die Opposition reagierte daraufhin mit scharfer Kritik. Kristin Brinker, Vorsitzende der AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, forderte Wegners Rücktritt und sprach von einem massiven Vertrauensverlust.

Linksextremer Anschlag legt Stadt lahm

Bei dem linksextremen Anschlag hatten Täter Kabel nahe dem Kraftwerk Lichterfelde in Brand gesetzt.

Zeitweise waren rund 45.000 Haushalte mit etwa 100.000 Menschen sowie 2.500 Unternehmen, darunter Krankenhäuser, Seniorenheime und Schulen, ohne Strom. Bis Mittwochmittag blieben mehr als 21.000 Haushalte und knapp 1.000 Firmen weiterhin betroffen.

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