Mega-Pleite: Grazer Rohstoffunternehmen zahlungsunfähig

Global aktiv – nun insolvent
Die 2011 gegründete Gesellschaft betreibt mehrere Tochterunternehmen in Europa, den USA und dem Sultanat Oman. Die Geschäftsbereiche umfassen den weltweiten Handel mit Ferrolegierungen, Stahlprodukten, Schrott, Kohle, Bitumen, Düngemitteln und weiteren Materialien. Ergänzt wird das Angebot durch Dienstleistungen in Supply-Chain-Management, Rohstoffbeschaffung und Beratungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Millionen-Ungereimtheiten führten zur Krise
Als Hauptursache für die Insolvenz gelten Unstimmigkeiten bei eingereichten Rechnungen in Millionenhöhe. Im Rahmen einer Factoring-Vereinbarung waren in der Vergangenheit 95 Prozent der gestellten Kundenrechnungen vorfinanziert worden. Nach Aufdeckung der Ungereimtheiten wurde das Factoring eingestellt, und im November 2025 wurde der frühere Geschäftsführer abberufen. Der Insolvenzverwalter und die Strafbehörden prüfen nun den genauen Sachverhalt.
Sanierung bleibt Ziel, Zukunft ungewiss
Grundsätzlich strebt das Unternehmen eine Sanierung an. Ob dies gelingt, hängt davon ab, in welchem Umfang die Aktiva werthaltig und frei von Sonderrechten sind, so der AKV.






