Illegale Hausbesetzung in Meran: Nachbar hilft mit Strom

Die Beamten wurden bei einer Streifenfahrt auf Licht aufmerksam, das aus einer Baustelle in einem Wohnhaus kam. Da es dafür keinen erkennbaren Grund gab, kontrollierten sie das Gebäude näher.
Im Inneren der Wohnung fanden sie einen Mann, der sich dort ohne Erlaubnis eingerichtet hatte. Der 32-Jährige hatte keinerlei Recht, sich in der Wohnung aufzuhalten, und nutzte die Baustelle als Unterkunft.
Bei der weiteren Überprüfung stellten die Ordnungshüter fest, dass ein Nachbar aktiv geholfen hatte. Der Mann, der in der angrenzenden Wohnung lebt, hatte dem illegalen Bewohner über ein Verlängerungskabel Strom aus seiner eigenen Wohnung zur Verfügung gestellt. Damit ermöglichte er dem Besetzer die Nutzung von elektrischem Licht und Strom.
Der obdachlose Mann wurde kontrolliert und aus der Wohnung verwiesen. Bei ihm fanden die Beamten eine geringe Menge Haschisch. Er wurde wegen illegaler Besetzung eines Gebäudes angezeigt und zusätzlich bei der Verwaltungsbehörde wegen Besitzes von Drogen zum Eigenkonsum gemeldet.
Auch der Nachbar wurde identifiziert. Er gab zu, den Mann unterstützt zu haben, und wurde wegen Beihilfe zur illegalen Hausbesetzung angezeigt.
Bei einer späteren erneuten Kontrolle am selben Ort trafen die Beamten erneut denselben Mann in der Wohnung an. Trotz der vorherigen Maßnahme war er zurückgekehrt. Er wurde erneut aus dem Gebäude entfernt und ein weiteres Mal wegen illegaler Besetzung angezeigt. Damit gilt er als Wiederholungstäter.






