Treffen am Sonntag: Trump und Selenskyj beraten über Friedenslösung

Trump hält sich derzeit in seiner Residenz Mar-a-Lago auf, wo er in der Vergangenheit wiederholt hochrangige Politiker empfangen hat. Ob es parallel auch Gespräche mit Moskau geben wird, blieb offen. Russland wurde in der jüngsten Terminankündigung nicht erwähnt. Selenskyj hatte das Treffen bereits vorab angekündigt und erklärt, bis Neujahr könne noch viel entschieden werden.
Telefonkonferenz mit europäischen Spitzenpolitikern
Bereits am Samstag will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an einer Telefonkonferenz mit Trump und Selenskyj teilnehmen. An dem Gespräch sollen zudem weitere europäische Staats- und Regierungschefs beteiligt sein, wie ein Kommissionssprecher der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte.
Nach Einschätzung des US-Nachrichtenportals Axios deutet das geplante Treffen auf eine bedeutende Annäherung zwischen den USA und der Ukraine hin. Trump hatte zuvor erklärt, er wolle Selenskyj nur dann treffen, wenn ein Deal in Reichweite sei.
Friedensplan und diplomatische Kontakte
Selenskyj teilte mit, dass ihn sein Chefunterhändler Rustem Umjerow über die jüngsten Kontakte mit den Amerikanern informiert habe. Ein 20 Punkte umfassender Friedensplan sei zu 90 Prozent fertiggestellt. In einem Gespräch mit „Axios“ signalisierte Selenskyj zudem die Bereitschaft zu einer Volksabstimmung über den Friedensplan – allerdings nur unter der Voraussetzung einer mindestens 60 Tage dauernden Feuerpause durch Russland.
Die diplomatischen Bemühungen haben sich zuletzt deutlich intensiviert. Trumps Verhandlungsteam, bestehend aus Sondergesandtem Steve Witkoff und seinem Schwiegersohn Jared Kushner, stand in engem Austausch mit ukrainischen Unterhändlern. Auch Moskau war über russisch-amerikanische Kontakte eingebunden. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte, dass Präsident Wladimir Putin über entsprechende Gespräche informiert wurde.
Russland reagierte bisher zurückhaltend auf die Verhandlungen und hält weiterhin an seinen Maximalforderungen fest. Ein zentraler Streitpunkt bleibt der Anspruch Moskaus auf die nicht vollständig eroberten Gebiete Donezk und Luhansk im Donbass.






