von veo 02.12.2025 10:16 Uhr

Sommerbetreuung 2026 steht auf der Kippe

Neue Berechnungsmodelle bei der Sommerbetreuung sorgen für Unsicherheit. Erste Anbieter müssen ihre Angebote für 2026 absagen.

Foto: Maria Elisabeth Rieder - Team K

Neue Regeln belasten Vereine und Anbieter

Die Landesregierung hat neue Richtlinien für die Sommerbetreuung beschlossen, die ursprünglich als Erleichterung angekündigt wurden. Statt Entlastung bringen sie nun Unsicherheit: Zahlreiche Angebote stehen vor dem Aus. Im Februar 2025 hatten die Landesräte Achammer und Pamer groß angekündigt, dass es keinen „Click-Day“ mehr für Eltern geben werde, sechs bis sieben Wochen Sommerbetreuung in den Kindergärten bis Ende Juli stattfinden sollen und eine zentrale Koordinierungsstelle für Ausschreibungen eingerichtet werde. Zudem sollten pädagogische Fachkräfte aktiv in Organisation und Vorbereitung eingebunden werden. Übrig geblieben ist davon bislang lediglich die Zusage, dass die Räumlichkeiten der Kindergärten zur Verfügung gestellt werden.

Die neuen Richtlinien für die Gewährung von Beiträgen für außerschulische Betreuung und Begleitung für Kinder und Jugendliche bringen zwar Vereinfachungen, das neue Berechnungssystem verhindert jedoch, dass viele Angebote noch kostendeckend finanziert werden können. Besonders ehrenamtlich organisierte Sommerprojekte geraten dadurch in Bedrängnis, da Vereine und Jugendorganisationen zusätzliche Verantwortung übernehmen müssten, ohne die Finanzierung sicherzustellen.

Erste Absagen und Forderungen nach Lösungen

Bereits jetzt müssen erste Anbieter ihre Sommerangebote absagen. So hat der ELKI-Vorstand in Bozen seinen Mitgliedsfamilien mitgeteilt, dass 2026 keine Sommerprojekte mehr stattfinden werden. Der gemeinnützige Verein könne die Verantwortung für über 150 Kinder nicht mehr tragen. Auch andere Anbieter prüfen derzeit, ob ihre Projekte überhaupt durchführbar sind.

In einer Online-Sitzung mit Landesrätin Pamer wurden die neuen Kriterien letzte Woche vorgestellt, viele Fragen blieben jedoch offen. Maria Elisabeth Rieder, die zahlreiche Rückmeldungen der Anbieter gesammelt hat, kritisiert in einer Presseaussendung, dass viele Vereine sich von der Landesrätin im Stich gelassen fühlen. Sie fordert die Landesräte Pamer und Achammer auf, kurzfristig Lösungen zu finden, um die Sommerbetreuung 2026 zu sichern. Für Eltern bleibt nun unklar, wie planbar die Angebote im kommenden Sommer sein werden.

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