Inklusion in Südtirol: AEB sieht dringenden Handlungsbedarf

Ein inklusives Südtirol braucht ausreichend qualifizierte Fachkräfte, so der AEB in einer Aussendung. Der anhaltende Mitarbeitermangel im Sozial- und Bildungsbereich gefährdet die Qualität der Unterstützung und belastet Familien erheblich. Der AEB fordert deshalb neue, mutige Wege, um diesem Mangel entgegenzuwirken: berufsbegleitende Ausbildungswege, bessere Rahmenbedingungen für die Angestellten und stärkere Kooperationen zwischen den Berufsbildern und Einrichtungen.
Von besonderer Bedeutung sei die Weiterentwicklung der Bildungswege für junge Menschen mit Behinderung. Die Erweiterung der Landesfachschulen auf eine 4. und 5. Klasse würde nicht nur Kontinuität schaffen, sondern echte Perspektiven für persönliche Entwicklung und spätere Arbeitsinklusion eröffnen. Auch im Bereich der Arbeitsinklusion sowie beim Thema Wohnen bleibt der Handlungsbedarf groß. „Menschen mit Behinderung brauchen Zugang zu geeigneten Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten sowie innovative, dezentrale und selbstbestimmte Wohnformen. Diese Bereiche erschweren nach wie das alltägliche Leben vieler Familien“, betont der AEB.
Der AEB ruft Politik, Institutionen und jeden einzelnen Bürger dazu auf, gemeinsam Lösungen zu suchen und voranzubringen, die echte Teilhabe ermöglichen und den sozialen Fortschritt in Südtirol nachhaltig stärken.






