von mmh 28.11.2025 12:12 Uhr

Landesregierung optimiert Ausgabe glutenfreier Produkte

Die Landesregierung hat das bestehende System zur kostenlosen Abgabe glutenfreier Lebensmittel überarbeitet und damit wichtige Abläufe neu geregelt. Ziel ist es, die Versorgung der rund 2400 Menschen in Südtirol, die an Zöliakie leiden, langfristig zu sichern und zu verbessern. Das bestätigte Gesundheitslandesrat Hubert Messner, der betonte, dass eine strikt glutenfreie Ernährung für Betroffene keine Entscheidung, sondern eine lebenslange medizinische Notwendigkeit ist.

Für ein gesundes Leben mit Zöliakie brauchen Betroffene glutenfreie Ernährung. Die Landesregierung hat nun mehr Klarheit und bessere Abläufe geschaffen, damit die rund 2400 Betroffenen ihre glutenfreien Lebensmittel sicher erhalten. (Foto: LPA/Angelika Schrott)

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Gluten – ein Eiweiß in Weizen, Roggen, Dinkel, Hafer und verwandten Getreidesorten – Entzündungen und Schäden an der Dünndarmschleimhaut verursacht. Dies führt unter anderem zu Verdauungsbeschwerden, Gewichtsverlust, Müdigkeit und bei Kindern zu Entwicklungsverzögerungen.

Bereits 2020 hatte Südtirol gemeinsam mit der Region Lombardei das digitale System „Celiachi@_RL“ eingeführt. Über die Gesundheitskarte oder die Web-App „GFREE“ können Berechtigte ihr monatliches Guthaben für glutenfreie Lebensmittel in allen Apotheken und in vertraglich gebundenen Fachgeschäften einlösen.

Mit dem neuen Beschluss wurde die Zuständigkeit für die Vertragsabschlüsse mit öffentlichen und privaten Apotheken neu festgelegt. Künftig übernimmt der Südtiroler Sanitätsbetrieb diese Aufgabe direkt. Zudem wird er die Voraussetzungen der Betriebe kontrollieren und sicherstellen, dass die Abgabe glutenfreier Produkte ordnungsgemäß erfolgt.

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