von ih 27.11.2025 16:43 Uhr

Südtiroler Landtag beschließt Maßnahmen gegen Lehrermangel

Der Südtiroler Landtag hat am Donnerstag einstimmig einen Antrag des freien Abgeordneten Andreas Leiter Reber genehmigt, der neue Wege zur Bekämpfung des Lehrermangels aufzeigt. Künftig sollen an Mittel- und Oberschulen Botschafterinnen und Botschafter eingesetzt werden, um Jugendliche für die verschiedenen Berufe im Bildungswesen zu begeistern.

Andreas Leiter Reber.

„Die Basis für attraktive Berufe im Bildungswesen sind attraktive Gehälter und gute Rahmenbedingungen. Doch darüber hinaus müssen wir aktiv für die Lehrberufe werben“, erklärte Leiter Reber. Die Idee, die schon im Handwerk, Gastgewerbe und bei anderen Berufsverbänden praktiziert wird, soll nun auch im schulischen Bereich umgesetzt werden.

Darüber hinaus beauftragte der Landtag die Landesregierung, Konzepte zu entwickeln, damit pensionierte Lehrkräfte freiwillig weiterhin im Bildungswesen tätig sein können, ohne dass ihre Rentenleistung gekürzt wird. „Pensionierte Lehrer sind aufgrund ihrer Erfahrung besonders in der Integration, Sprachvermittlung und Nachmittagsbetreuung eine wertvolle Ressource“, betonte Leiter Reber. Bildungslandesrat Philipp Achammer kündigte an, demnächst erste Vorschläge zur Einbindung dieser Lehrkräfte vorzulegen.

„Ein positives Signal“

Noch vor einem Jahr waren beide Maßnahmen im Südtirol Landtag abgelehnt worden. Dass der Antrag nun einstimmig beschlossen wurde, zeigt nach Ansicht von Leiter Reber, dass Beharrlichkeit sich auszahle. „Es ist ein positives Signal, das dazu beiträgt, dass Bildung und Schule in ihrer Gesamtheit wieder einen höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft erhalten.“

Mit den beschlossenen Maßnahmen setzt Südtirol nun auf gezielte Nachwuchsförderung und die wertvolle Erfahrung pensionierter Lehrkräfte, um den Lehrermangel langfristig zu entschärfen.

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