von mmh 26.11.2025 18:06 Uhr

Landtag gibt grünes Licht für neue Kulturstrategie und mögliches Kompetenzzentrum

Der Südtiroler Landtag hat einem Antrag des Team K zugestimmt, der den Weg für eine umfassende landesweite Kulturstrategie sowie die Prüfung eines eigenen Kompetenzzentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft freimacht. Ziel ist es, Kunst, Kultur und kreative Branchen in Südtirol langfristig zu stärken und strategisch auszurichten.

Alex Ploner (Bild: Team K)

Klare Leitlinien für die Kulturpolitik

Die geplante Kulturstrategie soll künftig transparente Ziele, Vorgehensweisen und Prioritäten der Kulturpolitik festlegen. Ausgearbeitet wird sie von den Landeskulturbeiräten aller drei Sprachgruppen, unter Einbeziehung relevanter Akteure aus dem Kulturbereich. Parallel dazu wird geprüft, ob ein Kompetenzzentrum beziehungsweise eine unabhängige Agentur für die Kreativwirtschaft eingerichtet werden sollte – als Schnittstelle zwischen Kultur, Wirtschaft und Verwaltung, mit Aufgaben wie Beratung, Weiterbildung, Vernetzung und Koordination von Förderprogrammen.

Team-K-Abgeordneter Alex Ploner begrüßt den Landtagsbeschluss: „Wir schaffen damit Orientierung, Transparenz und Effizienz. Die Strategie soll klare Ansätze und Zielsetzungen definieren und eine wirksame Umsetzung ermöglichen.“

Bedeutender Wirtschaftsfaktor

Mit rund 3.000 Unternehmen, über 10.000 Beschäftigten und einem jährlichen Output von etwa 600 Millionen Euro zählt die Kultur- und Kreativwirtschaft schon jetzt zu den wichtigen Wirtschaftssektoren Südtirols. Die neue Strategie soll dieses Potenzial weiterentwickeln und die Rahmenbedingungen für Kulturschaffende verbessern.

Ploner betont zudem, dass die Kreativwirtschaft „ein zentraler Bestandteil der modernen Wissensökonomie“ sei. Eine starke Kulturstrategie unterstütze kulturelle Teilhabe, faire Arbeitsbedingungen, Innovation, Digitalisierung und mache Südtirol insgesamt als Standort attraktiver. Das mögliche Kompetenzzentrum könne darüber hinaus internationale Kooperationen fördern.

Das Team K kündigt an, die Umsetzung des Beschlusses aufmerksam zu verfolgen. Man sei überzeugt, dass Expertinnen und Experten aus Kultur, Verbänden und Institutionen mit ihrem Wissen und neuen Impulsen eine tragfähige Zukunftsstrategie für Südtirol entwickeln werden.

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