von ih 25.11.2025 15:06 Uhr

Südtiroler Bauernbund setzt vollständig auf Wasserkraft

Der Südtiroler Bauernbund (SBB) treibt seine Nachhaltigkeitsstrategie weiter voran und wird ab sofort vollständig mit grünem Strom aus Wasserkraft versorgt. Möglich macht dies eine neue Vereinbarung mit Alperia Smart Services, wie der Verband jetzt mitteilte.

Foto: Südtiroler Bauernbund

SBB-Landesobmann Daniel Gasser betont die Bedeutung regionaler Energiekreisläufe: „Wir beziehen ausschließlich zertifizierten Ökostrom aus dem traditionsreichen Wasserkraftwerk Kardaun. Damit möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen. Nachhaltige Kreisläufe und regionale Herkunft sind uns nicht nur bei Lebensmitteln wichtig, sondern auch beim Strom.“ Die Kooperation mit Alperia mache das Engagement des SBB für erneuerbare Energie sichtbar und leiste einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung Südtirols.

Das Wasserkraftwerk Kardaun am Bozner Boden zählt zu den ältesten Kraftwerken des Landes. Seit über 100 Jahren erzeugt es Energie aus Wasserkraft – heute mit modernisierter Technik und hohen Umweltstandards. Für Alperia sei die Entscheidung des Bauernbundes ein starkes Signal, erklärte Generaldirektor Luis Amort: „Wir freuen uns, den SBB auf seinem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu begleiten und mit lokal erzeugter Wasserkraft einen konkreten Beitrag zu leisten.“

Der gelieferte Strom stammt laut Alperia zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen und ist durch den nationalen Energie-Dienstleister GSE zertifiziert. Für den Bauernbund entstehen dadurch keine Mehrkosten.

Umfangreiche Maßnahmen für nachhaltigen Betrieb

Die Umstellung auf Ökostrom ist Teil eines breiten Maßnahmenpakets, mit dem der SBB seinen ökologischen Fußabdruck reduzieren will. Mitarbeitende erhalten unter anderem Zuschüsse zum Südtirol Pass und werden zu Fahrgemeinschaften ermutigt. Für Außendienstfahrten stehen E-Autos sowie der Carsharing-Dienst AlpsGo zur Verfügung, für kurze Wege betriebliche Fahrräder.

Ein ÖPNV-Widget auf der SBB-Website soll zudem Mitglieder motivieren, Anfahrten mit Bus oder Bahn zu erledigen. Auch Smart Working und Videokonferenzen tragen zur Reduktion des CO₂-Ausstoßes bei. Bereits 2020 wurde der Bauernbund für sein Mobilitätsprojekt „Gemeinsam nachhaltig mobil“ mit dem Südtiroler Mobilitätspreis ausgezeichnet.

Darüber hinaus engagiert sich der Verband gemeinsam mit Partnern für eine nachhaltigere Landwirtschaft. Sechs Leitsätze und acht sogenannte Leuchtturmprojekte sollen die Richtung vorgeben. Die Umsetzung begleitet eine neu geschaffene Stabstelle für Nachhaltigkeit.

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