von lif 24.11.2025 15:53 Uhr

Tiroler Landtag setzt ein orangenes Zeichen für Gewaltfreiheit 

Am morgigen Dienstag (25. November)  beginnen die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“. In diesem Zeitraum wird das Landhaus 1 in Innsbruck zum orange beleuchteten Mahnmal gegen physische, psychische und sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen. Damit unterstützt der Tiroler Landtag die UN-Kampagne „Orange the World“, die das Thema weltweit sichtbar macht und zur Sensibilisierung sowie Enttabuisierung beiträgt. 

Vom 25. November bis 10. Dezember soll das orange Landhausportal Passanten zur Auseinandersetzung mit Gewalt gegen Frauen und Mädchen anregen. (© Tiroler Landtag/Christanell)

„Das Internet ist das Tor zu Information und sozialem Austausch. Für viele Frauen und Mädchen wird es jedoch zu einem Ort der Belästigung, des Missbrauchs und der Kontrolle. Dass diese Form der Gewalt heuer ins Zentrum der Kampagne rückt, ist ausdrücklich zu begrüßen“, betonen Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann sowie die Vizepräsidenten Dominik Mainusch und Elisabeth Blanik. „Digitale Gewalt bedroht täglich die Sicherheit und Freiheit von Frauen. Wir brauchen klare Regeln, konsequente Ahndung – und ein Bewusstsein dafür, dass Übergriffe online genauso real sind wie im analogen Leben.“

Mit vereinten Kräften Sichtbarkeit schaffen

Der Tiroler Landtag beteiligt sich seit 2019 an „Orange the World“, berichtet das Land Tirol in einer Aussendung. Mit der Beleuchtung des Landhaus 1 wird ein starkes öffentliches Signal gegen Gewalt gesetzt. Die orange Farbe soll Passanten anregen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und selbst Botschafter für ein gewaltfreies Miteinander zu werden. Ob durch das Tragen von orangen Kleidungsstücken, einen orangefarbenen Smartphone-Hintergrund oder das OTW-Poster im Fenster.

Podcast lässt Vertreter von Betroffenenschutz und Täterarbeit zu Wort kommen

Auch die aktuelle Folge des Landtags-Podcasts „Adlerohren“ widmet sich „Orange the World“. Gabriele Plattner (Frauenhaus Tirol), Markus Nötzold (Männerberatung „Mannsbilder“) und Isabella Gady (vormals UN Women) sowie LA Zeliha Arslan und Sonja Ledl-Rossmann sprechen über gesellschaftliche Muster, Prävention, politische Verantwortung sowie Herausforderungen in Betroffenenschutz und Täterarbeit. Die Podcast-Folge ist ab sofort auf adlerohren.at und allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar.

Breites Netz an Hilfsangeboten

In Tirol steht ein umfassendes Netzwerk an Einrichtungen für Gewaltprävention und Opferschutz zur Verfügung. Auf www.gewaltfrei-tirol.at finden Betroffene einen Überblick über sämtliche tirolweiten Hilfs- und Unterstützungsangebote. Die Plattform bündelt wichtige Informationen zu Schutzmöglichkeiten, bietet rechtliche Orientierung und zeigt, wie im Ernstfall wirksam Zivilcourage geleistet werden kann. Die Frauenhelpline 0800 222 555 ist täglich rund um die Uhr kostenlos und anonym erreichbar. Auch das Frauenhaus Tirol unterstützt Betroffene 24/7 unter der Nummer 0512 342 112. Nicht nur Betroffene selbst, sondern auch Angehörige und Freunde können diese Angebote nutzen – denn oft sind es Bezugspersonen, die erste Schritte setzen können, wenn Betroffene dazu nicht in der Lage sind.

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