Matcha: Hype oder neue Routine?

Matcha ist ein fein gemahlenes grünes Teepulver aus Japan. Die Blätter werden vor der Ernte beschattet, damit sie mehr Nährstoffe bilden und intensiver schmecken. Danach werden sie gedämpft, getrocknet und zu einem leuchtend grünen Pulver vermahlen. Schon seit Jahrhunderten wird Matcha in der japanischen Teezeremonie verwendet. Bei uns ist er aber erst in den letzten Jahren zum Trend geworden.
Viele beschreiben den Geschmack als leicht süsslich, cremig und ein wenig grasig. Der Tee hat ein eigenes Aroma, das man entweder liebt oder gar nicht mag. Durch Milch oder Pflanzendrinks wird der Geschmack milder, weshalb Matcha Latte oder Iced Matcha so beliebt sind.
Warum so viele plötzlich Matcha trinken
- Weniger Nervosität als bei Kaffee: Matcha enthält zwar Koffein, aber auch die Aminosäure L Theanin. Diese sorgt dafür, dass das Koffein langsamer wirkt. Viele berichten, dass sie sich wacher fühlen, aber nicht „zitterig“ wie nach einem starken Espresso.
- Der Gesundheitsfaktor: Matcha ist reich an Antioxidantien. Fans sagen, dass es gut für Haut, Immunsystem und Konzentration sei. Wissenschaftlich ist manches noch nicht eindeutig belegt, aber fest steht: Das Pulver enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe.
- Vielseitigkeit: Egal ob Matcha Latte, Matcha Eis, Matcha Kuchen oder Matcha Bowl, das Pulver lässt sich in fast alles mischen. Das macht es für Cafés und Social Media besonders attraktiv.
- „Instagramable“: Matcha ist fotogen. Viele posten ihren Matcha Latte fast schon mehr als Lifestyle Accessoire. Das Getränk wirkt modern, „clean“ und passt perfekt zu minimalistischen und ästhetischen Feeds. Dadurch verbreitet sich der Trend natürlich noch schneller, besonders unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
So wird Matcha zubereitet
Traditionell rührt man etwa ein bis zwei Gramm Matcha mit heißem Wasser und einem Bambusbesen auf bis ein feiner Schaum entsteht. Für einen Matcha Latte wird danach warme Milch oder ein Pflanzendrink dazugegeben. Viele Cafés nutzen auch elektrische Mixer oder Milchaufschäumer, damit es schneller geht.
Wie teuer Matcha ist
Matcha ist kein günstiges Getränk. Guter Matcha kostet im Handel oft zwischen 15 und 30 Euro pro 30 Gramm Dose. Das liegt an der aufwendigen Produktion und der Tatsache, dass hochwertige Sorten oft aus Japan importiert werden.
Auch im Café kostet ein Matcha Latte meist mehr als ein Cappuccino.Â
Wird Matcha bleiben?
Vieles spricht dafür, dass Matcha nicht nur ein kurzer Hype ist. Viele Cafés berichten, dass die Nachfrage seit Jahren stetig steigt und das nicht nur saisonal, wie es bei anderen Trendgetränken oft der Fall ist. Stattdessen bestellen viele Gäste Matcha das ganze Jahr über, egal ob heiß oder kalt.
Auch im Handel zeigt sich der Trend klar. Supermärkte erweitern ihr Sortiment, Reformhäuser bieten neue Sorten an und Online-Shops bringen immer wieder Produkte heraus, die Matcha enthalten. Darunter Instant-Latte-Mischungen bis hin zu Snacks und Süßigkeiten. Das deutet darauf hin, dass Matcha längst in der breiten Konsumwelt angekommen ist.
Dazu kommt ein gesellschaftlicher Wandel: In den sozialen Medien macht es den Schein, dass immer mehr Menschen auf bewusste Ernährung achten und nach Alternativen zu starkem Kaffee und zuckerhaltigen Getränken suchen. Matcha passt daher perfekt in diesen Lebensstil. Influencer präsentieren Matcha als Teil eines gesunden Morgenrituals oder eines stylischen Alltags, was den Trend weiter antreibt.
Alles deutet also darauf hin, dass Matcha nicht so schnell verschwinden wird. Stattdessen könnte es gut sein, dass sich der Trend weiterentwickelt.Â






