von lif 20.11.2025 16:46 Uhr

Test zeigt Schadstoffbelastung durch Shein-Kleidung

56 Kleidungsstücke der Billig-Onlineplattform Shein hat Greenpeace in einem unabhängigen Labor auf Chemikalien untersuchen lassen und berichtet von „erschreckenden“ Ergebnissen. Besonders Outdoorjacken enthielten „Ewigkeits-Chemikalien“ der PFAS-Gruppe, die in der EU bereits verboten sind. Aber auch Blei, Cadmium und weitere Weichmacher wurden festgestellt.

Bild: APA/AFP

„Eine Outdoorjacke für Damen überschritt den geltenden Grenzwert für PFAS-Gifte gar um das 3.269-fache“, warnte Greenpeace in einer Aussendung – in Österreich müsste ein Händler ein solches Produkt zurückrufen. „Es ist völlig unverständlich, dass Plattformen wie Shein EU-Gesetze, die unsere Gesundheit schützen sollen, so einfach umgehen können“, sagte Madeleine Drescher, Konsumexpertin der NGO. Diese forderte von der Regierung, sich für ein rasches PFAS-Verbot und das Schließen solcher Schlupflöcher einzusetzen.

Bei der Untersuchung der 56 Kleidungsstücke, die aus Onlineshops in acht Ländern eingekauft wurden, konzentrierte sich der PFAS-Test auf neun Produkte: Zwei Paar Schuhe und sieben Outdoorjacken, darunter auch eine Kinderjacke. In den Schuhen wurden keine PFAS, aber hohe Mengen gesundheitsschädlicher Weichmacher gefunden, die die EU-Grenzwerte überschreiten. Alle sieben Jacken enthielten verbotene PFAS-Substanzen in Mengen, die die EU-Grenzwerte überschreiten. Insgesamt überschritten 32 Prozent der getesteten Proben die in Europa geltenden Grenzwerte für gefährliche Chemikalien, lautete das Fazit der Tests.

APA/UT24

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