von ag 20.11.2025 06:53 Uhr

Selenskyj: „Nur Trump kann Krieg beenden“

US-Präsident Donald Trump kommt nach Ansicht des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyij eine entscheidende Rolle im Bemühen um ein Ende des russischen Angriffskriegs zu. „Nur Präsident Trump und die USA haben genügend Kraft, dass dieser Krieg zu einem Ende kommt“, schrieb Selenskyj am Mittwoch in sozialen Netzwerken. Nach Gesprächen in Ankara dankte er dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, dass die Türkei weiter als Gastgeberin für Gespräche bereitstehe.

APA/dpa

„Seit Anfang dieses Jahres unterstützen wir in der Ukraine alle entschlossenen Schritte und die Führungsrolle von Präsident Trump, jeden starken und gerechten Vorschlag, um diesen Krieg zu beenden“, erklärte Selenskyj in der türkischen Hauptstadt.

„Wir sind bereit, in jedem sinnvollen Format zu arbeiten, das Ergebnisse bringt“, so Selenskyj. Doch das Wichtigste für ein Ende des Blutvergießens und einen dauerhaften Frieden seien, dass die USA sich stark und effektiv engagierten.

Neuer US-Friedensplan

Vor Selenskyjs Äußerungen machten Medienberichte die Runde, dass die USA mit Moskau hinter den Kulissen einen neuen Friedensplan ausgearbeitet hätten. Er sehe aber für die bedrängte Ukraine harte Zugeständnisse vor wie die militärische Preisgabe weiterer Gebiete.

Die Ukraine hat von den USA einen neuen Vorschlag zur Beendigung des russischen Angriffskrieges erhalten. Wie ein ranghoher ukrainischer Vertreter am Mittwochabend der Nachrichtenagentur AFP sagte, sieht der Plan die Abtretung der von Russland kontrollierten Gebiete, darunter die Krim, und eine deutliche Verkleinerung der ukrainischen Armee vor.

In dem Plan sei die Rede von der „Anerkennung der Krim und anderer von Russland besetzter Gebiete“, erfuhr AFP. Zudem solle Kiew seine Armee auf 400.000 Soldaten verkleinern. Der Plan sieht außerdem vor, dass die Ukraine alle Langstreckenwaffen abgibt.

„Käme Kapitulation gleich“

Der Plan scheint somit Russlands Maximalforderungen zu enthalten. Kiew hatte immer wieder darauf verwiesen, dass Moskaus Forderungen hinsichtlich der Gebietsabtretungen inakzeptabel seien und einer Kapitulation gleichkämen.

„Eine wichtige Nuance ist, dass wir nicht wissen, ob dies wirklich Trumps Geschichte ist“ oder „die seines Umfelds“, fügte der ukrainische Vertreter hinzu, der zuvor über den Plan in Kenntnis gesetzt worden war. Es sei zudem „unklar“, was Russland im Gegenzug bereit sei zu tun.

Russlands Streitkräfte kontrollieren ein Fünftel des ukrainischen Territoriums

Die russischen Streitkräfte kontrollieren derzeit etwa ein Fünftel des ukrainischen Territoriums. Die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim hatte Moskau bereits 2014 annektiert. Im September 2022 erklärte Russland Donezk und Luhansk sowie die Regionen Cherson und Saporischschja für annektiert. Große Teile dieser Regionen werden von Russland kontrolliert.

APA/UT24

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