Willkommen im vereinten Tirol – steht Politik und Behörde im Weg?


Regelmäßige Anhaltungen und Ausweiskontrollen durch die Polizei waren und sind für die Aktivisten des AHBT, darunter auch Obmann Alois Wechselberger, in den vergangenen Wochen beinahe zur Tagesroutine geworden. Ein politischer oder behördlicher Missbrauch der Polizei steht erneut im Raum. Die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck (Verkehr/BH) fordert nach § 84 StVO 1960 die Entfernung der Werbetafel an der B182 Brennerstraße bei Gst. 1739/1 in Gries am Brenner. Der AHBT erwidert, es wirke seltsam, dass eine rund 2 x 1,60 Meter große, alte und stark verschmutzte Tafel am selben Ort jahrzehntelang unbehelligt stehen konnte, nun aber ausgerechnet die „Gesamttirol-Tafel“ in den Fokus der Behörde gerät. Der AHBT spricht von einer „irritierenden Optik“ seitens der Behörden.
Zudem verweist der Verein darauf, dass die „Brenner-Installation Tirol: 105 Jahre italienische Kolonialherrschaft sind genug“ bereits seit 10.10.2025 besteht und thematisch bausteinartig bis zum 30. November 2025 erweitert wird. Kommende Woche werde sich die Installation mit den noch lebenden – teils seit mehr als 60 Jahren aus Südtirol verbannten – ehemaligen Freiheitskämpfern sowie mit der Rolle der österreichischen Politik befassen.
Der AHBT betont außerdem, dass das Einverständnis der Grundstückseigentümer vorliegt und die Gemeinde Gries am Brenner über die Installation informiert sei. Bislang habe es keinerlei negative Reaktionen gegeben – im Gegenteil. Man werde daher mit der BH Innsbruck und Landeshauptmann Mattle an einer Lösung arbeiten, damit die „Tiroler Kunst- und Gedächtnisinstallation“ ungehindert fortgeführt werden könne.
Das Jahr 2026 (Pariser Vertrag) werde zudem ein Jahr des Erinnerns und des offenen Diskurses sein. Durch Aktionen und Inszenierungen wolle man Gesamt-Tirol den Menschen zwischen Kufstein und Borghetto ein großes Stück näherbringen. „Wir wissen, dass die Menschen in der Tirol-Frage offener und empfänglicher sind, als es die selbsternannten politischen Eliten in Rom, Bozen, Innsbruck, Wien und Brüssel wünschen“, so Obmann Wechselberger.






