von mmh 14.11.2025 07:00 Uhr

Einsprachige Antwort des Regierungskommissariat sorgt für Aufregung

Das Regierungskommissariat, das eigentlich über die Einhaltung der Zweisprachigkeitspflicht wachen soll, sorgt erneut für Diskussionen. Eine Bürgerin, die sich wegen eines einsprachig italienischen Strafzettels an die Behörde gewandt hatte, erhielt nach fast acht Monaten Wartezeit eine Antwort – doch diese kam ausschließlich auf Italienisch. Für die Süd-Tiroler Freiheit ist dieser Vorgang ein weiterer Beleg dafür, dass die Behörde selbst gegen die Regeln verstößt, die sie überwachen sollte.

(Bild: STF)

Antwort nur auf Italienisch: „Respektlos und reine Schikane“

Werner Thaler, Mitglied der Landesleitung und gesetzlicher Vertreter der Süd-Tiroler Freiheit, findet klare Worte: „Wenn Bürger in Südtirol nicht einmal beim Regierungskommissariat eine Antwort in ihrer Muttersprache erhalten, verliert das Recht auf Gebrauch der Muttersprache jede Glaubwürdigkeit.“ Ein solcher Umgang sei „nicht nur respektlos, sondern reine Schikane“.

Der Vorfall reiht sich laut der Bewegung in eine Serie ähnlicher Beschwerden ein, bei denen das Regierungskommissariat selbst gegen die Zweisprachigkeitspflicht verstoßen habe – jener Pflicht, die es eigentlich kontrollieren müsste.

Bewegung fordert Zuständigkeitswechsel

Für die Süd-Tiroler Freiheit ist klar: Die Kontrolle über die Einhaltung der Zweisprachigkeitspflicht soll künftig nicht mehr beim Regierungskommissariat liegen. Stattdessen solle das Land Südtirol selbst die Verantwortung übernehmen und konsequent Sanktionen verhängen, wenn Vorgaben nicht eingehalten werden.

„Es kann nicht sein, dass jene Behörde, die eigentlich Strafen für Verstöße verhängen müsste, selbst Sünder ist!“, betont Thaler. Nur wenn das Land eingreife und die Zuständigkeit übernehme, könne die Zweisprachigkeit in Südtirol verlässlich gewährleistet werden.

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