Lkw-Rekord am Brenner: Kritik an tatenloser Südtiroler Landesregierung

Hoher Umwegverkehr über den Brenner
Während der Pkw-Verkehr rückläufig ist, nimmt der Transitverkehr mit Lastwagen weiter zu.
Nach Angaben der Süd-Tiroler Freiheit handelt es sich bei mehr als 40 Prozent der Fahrten über den Brenner um reinen Umwegverkehr – also Transporte, die lediglich aufgrund der vergleichsweise niedrigen Mautgebühren diesen Weg wählen. Eine einfache Maßnahme wie eine Erhöhung der Lkw-Maut könnte den Transit nach Ansicht der Bewegung deutlich reduzieren.
Für die Süd-Tiroler Freiheit ist die aktuelle Entwicklung ein deutliches Zeichen, dass die bisherigen Bemühungen der Politik versagt haben. „Die Landesregierung schaut zu, wie Südtirol unter der Transitlawine erstickt. Während im Bundesland Tirol längst klare Grenzen gezogen werden, lässt man hierzulande die Lkw weiterhin ungehindert durchrollen“, kritisiert Landtagsabgeordneter Sven Knoll.
„Sonst werden wir überrollt“
Besondere Sorge bereiten der Bewegung die in den kommenden Jahren geplanten Sanierungsarbeiten entlang der Brennerautobahn. Ohne rechtzeitige Planung drohe eine massive Zusatzbelastung für Anwohner, Umwelt und Wirtschaft.
„Es ist höchste Zeit, dass die Landesregierung endlich Druck auf Rom macht und echte Beschränkungen des Schwerverkehrs einfordert. Sonst werden wir bald nicht mehr vom Transit betroffen sein, sondern vom Transit überrollt“, warnt der Landtagsabgeordnete Hannes Rabensteiner.
Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher ein entschiedenes Vorgehen gegen die wachsende Transitlawine: weniger Lkw-Verkehr, mehr Bahntransporte und besseren Schutz für die Bevölkerung entlang der Brennerroute. „Wer jetzt untätig bleibt, nimmt in Kauf, dass Süd-Tirol endgültig zum Transitkorridor Europas verkommt“, so die politische Bewegung abschließend.
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