von veo 11.11.2025 07:10 Uhr

STF kritisiert Jannik Sinners Aussagen zur Staatszugehörigkeit

Die jüngsten Worte von Tennisstar Jannik Sinner sorgen im Pustertal für Aufsehen. Der Bezirksausschuss der Süd-Tiroler Freiheit zeigt sich enttäuscht über Sinners Distanzierung von Österreich und mahnt zu mehr Sensibilität im Umgang mit Südtirols Identität.

Foto: Hansjörg Karbon - Süd-Tiroler Freiheit Pustertal

Verletzende Worte

Mit großer Verwunderung und Bedauern reagiert der Bezirksausschuss der Süd-Tiroler Freiheit Pustertal auf die jüngsten Aussagen von Jannik Sinner. Der Tennisstar hatte erklärt, er sei „sehr glücklich, in Italien geboren zu sein – und nicht in Österreich“. Diese Worte, so die Bewegung, träfen viele Menschen in Südtirol „ins Herz“.

Man respektiere selbstverständlich das Recht jedes Einzelnen auf persönliche Identitätsfindung, heißt es in der Aussendung. Doch wenn eine international bekannte Persönlichkeit wie Sinner sich öffentlich und demonstrativ von Österreich distanziere – einem Land, mit dem Südtirol historisch, kulturell und sprachlich eng verbunden sei –, sei das nicht nur enttäuschend, sondern auch politisch brisant.

Appell an Verantwortung und Bewusstsein

Die Süd-Tiroler Freiheit betont, dass Südtirol kein gewöhnlicher Teil Italiens sei. Die Geschichte des Landes sei geprägt von der gewaltsamen Annexion durch Italien, von jahrzehntelanger Unterdrückung und einem mühsam erkämpften Autonomiestatut. Viele Südtiroler fühlten sich bis heute kulturell und emotional Österreich näher als dem italienischen Zentralstaat.

Der Bezirksausschuss fordert Respekt für die Vielfalt und Eigenständigkeit Südtirols. Wer aus Südtirol stamme, solle sich der besonderen Verantwortung bewusst sein, die mit dieser Herkunft einhergehe. In Zeiten, in denen Minderheitenrechte weltweit unter Druck geraten, sei Bedacht im öffentlichen Reden besonders wichtig.

Abschließend ruft die Süd-Tiroler Freiheit Jannik Sinner dazu auf, seine Worte zu reflektieren und sich der Wirkung seiner Aussagen bewusst zu werden – würdigt zugleich aber seine sportlichen Leistungen als „unglaublich stark“.

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