von lif 11.11.2025 17:49 Uhr

Mehrere Probleme an Pustertaler Bahnhöfen: STF fordert Maßnahmen

Bei einem Lokalaugenschein an mehreren Bahnhöfen im Pustertal hat der Bezirksausschuss der Süd-Tiroler Freiheit zahlreiche Missstände festgestellt. Nun fordert die Bewegung Maßnahmen, um die Barrierefreiheit zu verbessern und die gesetzlich vorgeschriebene Zweisprachigkeit sicherzustellen.

Bahnhof Welsberg - Foto: LPA/STA

„Am Bahnhof Innichen ist die Barrierefreiheit nur teilweise gewährleistet. Beim Bahnsteig drei ist der Ausstieg aus den hinteren Waggons zwar ebenerdig möglich, bei den vorderen Waggons beträgt der Abstand zwischen Zug und Bahnsteig jedoch mehrere Zentimeter. Ein unzumutbares Hindernis für mobilitätseingeschränkte Personen!“, hält die STF in einer Aussendung fest. Der Bezirksausschuss appelliert daher an Bürgermeister Klaus Rainer, sich dafür einzusetzen, dass bei den kommenden Arbeiten entsprechende Nachbesserungen vorgenommen werden.

Verstoß gegen die Zweisprachigkeitspflicht in Welsberg

In Welsberg wurde in den Aufzügen eine neue Sprachfunktion installiert. Diese gebe die Durchsagen jedoch ausschließlich auf Italienisch und Englisch wieder. „Ein klarer Verstoß gegen die gesetzlich vorgeschriebene Zweisprachigkeitspflicht! In einer mehrheitlich deutschsprachigen Gemeinde ist es völlig unverständlich, dass die deutsche Sprache ignoriert wird“, kritisiert der Bezirksausschuss. Die Süd-Tiroler Freiheit fordert Bürgermeister Dominik Oberstaller auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Zweisprachigkeit umgehend hergestellt wird.

Kein funktionierender Aufzug in Bruneck Nord

Das gravierendste Problem zeige sich am Bahnhof Bruneck Nord: Obwohl der Hintereingang zum Krankenhaus wieder geöffnet ist und damit ein direkter Zugang zur Bahn möglich wäre, ist der dortige Aufzug außer Betrieb. „Dass Menschen mit Beeinträchtigungen dadurch von einem direkten Zugang ausgeschlossen werden, ist nicht hinnehmbar“, betont Andreas Lang, Mitglied des Bezirksausschusses Pustertal und Ortssprecher der Süd-Tiroler Freiheit in Bruneck. Die Bewegung wird direkt beim Sanitätsbetrieb (SABES) und dem Krankenhaus Bruneck nachhaken, damit der Zugang vom Bahnhof Nord zum Krankenhaus bald wieder für alle gewährleistet ist.

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