von mmh 11.11.2025 14:27 Uhr

„Grenzenloses Tirol“: Neue Tafel am Brenner erinnert an Einheit und Identität

Am Brennerpass steht seit Kurzem ein neues Symbol für den Zusammenhalt Tirols: Der Andreas Hofer-Bund Tirol hat dort eine Gedenktafel errichtet, die im Rahmen der Kunstinstallation „Grenzenloses Tirol“ entstanden ist. Sie soll an die historische Teilung erinnern – und zugleich einen kulturellen Impuls für ein selbstbewusstes Tirol im 21. Jahrhundert setzen.

(Foto: AHBT)

Ein „neuer Zugang“ zur Tiroler Frage

Für Obmann Alois Wechselberger ist die Installation weit mehr als nur ein Erinnerungszeichen. Er spricht von einem „vollkommen neuen Zugang“ zur Tiroler Frage. „Wir wollen mit dieser Installation nicht nur an die historische Teilung erinnern, sondern zugleich einen kulturellen Impuls setzen: Tirol gehört zusammen – in Sprache, Kultur und Geschichte“, betont Wechselberger.

105 Jahre nach Beginn der italienischen Kolonisation Südtirols

Die Tafel wurde auf der österreichischen Seite des Brennerpasses aufgestellt – bewusst in einem Jahr, in dem sich die italienische Kolonisation Südtirols zum 105. Mal jährt. Die Installation soll Passantinnen und Passanten dazu anregen, über Identität, Geschichte und die Zukunft Tirols im Herzen Europas nachzudenken.

„Nach 105 Jahren ist es an der Zeit, dass Tirol wieder selbstbewusst seine Einheit betont. Diese Tafel soll ein Zeichen sein – friedlich, aber bestimmt“, erklärt Wechselberger.

Tafeln in drei Sprachen geplant

Die Aktion soll nicht am Brenner enden: Der Andreas Hofer-Bund plant, ähnliche Tafeln in allen Landesteilen Tirols zu errichten – jeweils in den drei Landessprachen Deutsch, Italienisch und Ladinisch. Damit will der Verein zeigen, dass Tirols kulturelle Identität und Zusammengehörigkeit über politische Grenzen hinausreichen.

Kunst statt Politik

Der Andreas Hofer-Bund betont, dass die Initiative ausdrücklich als kulturelles und künstlerisches Projekt zu verstehen ist – nicht als politischer Protest. Ziel sei es, Diskussionen zu fördern und Brücken zu bauen.

„Kunst kann verbinden, wo Politik trennt“, sagt Wechselberger. „Diese Tafeln sind Zeichen des Friedens, der Erinnerung und der Hoffnung auf ein gemeinsames Tirol.“

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