von mmh 10.11.2025 10:08 Uhr

Wildbachverbauung erhöht Hochwasserschutz am Ritten

Im Schiedmanngraben südlich von Kollmann ist ein wichtiges Schutzprojekt zum Abschluss gekommen, das künftig den Hochwasserschutz entlang der Brennerstaatsstraße deutlich verbessert. Immer wieder hatte sich bei starken Niederschlägen Geröll im Graben oberhalb des Schiedmannhofes mobilisiert – mit potenziell gefährlichen Folgen für den darunterliegenden Verkehr und für den Hof selbst.

(Foto: LPA/Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord in der Agentur für Bevölkerungsschutz/Johannes Holzner)

Philipp Walder, Direktor des Landesamtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord in der Agentur für Bevölkerungsschutz, erklärt: „Immer wieder hat sich bei Niederschlagsereignissen Material im Schiedmanngraben mobilisiert. Deshalb haben wir ein Projekt ausarbeiten lassen, um die darunterliegende Brennerstaatsstraße als wichtige Verkehrsader im Eisacktal und den Hof zu schützen.“

Massive Rückhaltesperre errichtet

Das Projekt wurde vom Ingenieurbüro Patscheider und Partner im Auftrag der Gemeinde ausgearbeitet und gemeinsam mit der Wildbachverbauung umgesetzt. Vorarbeiter Otto Gruber und sein Team starteten im März dieses Jahres mit den Bauarbeiten.

„Bergseits vom Schiedmannhof haben wir eine 7 Meter hohe und 35 Meter breite Rückhaltesperre aus Stahlbeton errichtet und anschließend eine 30 Meter lange Künette“, berichtet Bauleiter Johannes Holzner vom Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord. Im September konnten die Arbeiten abgeschlossen werden.

Abschluss eines Gesamtprojekts

Bereits im Vorjahr hatte das Amt im Oberlauf des Schiedmanngrabens umfangreiche Hangsicherungen und Konsolidierungsmaßnahmen durchgeführt. Diese sollen bei hoher Wasserführung Geschiebe und Erosion bereits im oberen Bereich reduzieren.

Mit der Fertigstellung der Rückhaltesperre ist nun das gesamte Schutzprojekt abgeschlossen. Insgesamt wurden rund 560.000 Euro investiert – ein bedeutender Beitrag zur Sicherheit im Eisacktal.

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