Kronplatz: Gratis-Bergfahrt für Gäste – bald auch für Einheimische?

Das Angebot soll den Herbst als eigene Bergsaison stärken und die Zeit zwischen Sommer und Winter touristisch attraktiver machen. Neben der kostenlosen Fahrt werden verschiedene Aktivitäten und Panoramapunkte beworben, um den Kronplatz auch außerhalb des Skibetriebs erlebbar zu machen.
Einheimische aktuell nicht berücksichtigt
Mehrere Einheimische haben sich wegen dieser Aktion an UT24 gewandt. Sie begrüßen zwar das Angebot, kritisieren aber, dass es ausschließlich für Gäste gilt. Wer in Südtirol lebt und nicht in einem Tourismusbetrieb nächtigt, hat keinen Anspruch auf eine kostenlose Bergfahrt.
Die zentrale Frage lautet daher: Warum können Gäste den Kronplatz gratis nutzen – die eigene Bevölkerung jedoch nicht?
Viele sehen darin eine verpasste Chance, vor allem in einer Zeit, in der die Bergbahnen ohnehin nicht ausgelastet sind. Ein kostenloser Zugang in der Zwischensaison könnte nach Ansicht einiger Einheimischer das Verhältnis zwischen Bevölkerung und Tourismus verbessern.
Antwort von Kronplatz Tourismus
UT24 hat diese Anregung an die Betreiber weitergegeben. Die Rückmeldung kommt von Alfred Unterkircher, Direktor von Bruneck Kronplatz Tourismus:
„Wir sind gemeinsam mit den Bergbahnen in Ausarbeitung eines Konzeptes auch für die Einheimischen.“
Damit ist bestätigt: Eine mögliche Erweiterung des Angebots wird intern bereits geprüft. Details dazu – etwa Zeitpunkt, Bedingungen oder Modell – sind noch nicht bekannt. Viele Einheimische werden sich aber bereits freuen.
Ein Thema mit Signalwirkung
Ein solches Angebot würde nicht nur eine Nachfrage aus der Bevölkerung bedienen, sondern auch zur aktuellen tourismuspolitischen Linie passen. Der neue HGV-Präsident Klaus Berger hat angekündigt, das Miteinander zwischen Tourismus und Einheimischen stärken zu wollen und gegenseitige Wertschätzung in den Mittelpunkt zu stellen.
Ein kostenloser Zugang zum Kronplatz in der Nebensaison – auch für Einheimische – wäre ein Schritt genau in diese Richtung.
Wann das mögliche Konzept vorliegt und ob es bereits im kommenden Jahr umgesetzt wird, ist offen. Fest steht: Die Diskussion ist eröffnet, und viele werden nun aufmerksam verfolgen, ob den Worten am Ende auch Taten folgen.






