von ih 06.11.2025 17:56 Uhr

Optimierte Bahntrasse zwischen Bozen und Meran rückt näher

Der Ausbau der Bahnlinie Bozen–Meran nimmt konkrete Formen an: Beim jüngsten Treffen von Land, Gemeinden und Grundeigentümern in Bozen wurde der aktuelle Stand der Planungen vorgestellt und der optimierte Trassenverlauf präsentiert. Nach mehr als 20 technischen und institutionellen Sitzungen sowie mehreren öffentlichen Informationsveranstaltungen ist die Linienführung nun weitgehend festgelegt – zahlreiche Abschnitte wurden auf Wunsch der Gemeinden und Anrainer überarbeitet.

Bei einem Treffen mit Vertretungen von Land, Gemeinden und der Südtiroler Transportstrukturen AG STA zum Ausbau der Bahnlinie Bozen-Meran wurden das Variantenstudium und der aktuelle Planungsstand der verbesserten Trasse besprochen. - Foto: LPA/Ingo Dejaco.

Landesrat Daniel Alfreider betonte die große Bedeutung des Projekts für die Mobilität im Westen Südtirols: „Diese Verbindung ist entscheidend, um die Landeshauptstadt und die Brennerbahnlinie besser zu erreichen. Die derzeitige Strecke stammt aus einer anderen Zeit – sie ist über hundert Jahre alt und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.“ Ziel sei es, die Zahl der Fahrgäste bis 2037 zu verdoppeln, wie es im Landesplan für nachhaltige Mobilität und Logistik vorgesehen ist.

Auch die Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Planungen. Präsident Hans Zelger hob die enge Zusammenarbeit zwischen Land und Gemeinden hervor: „Es freut uns, dass das Land zugesichert hat, die Positionen der Gemeinden zu respektieren und die Planung entsprechend auszurichten.“ Einige Gemeinden hätten bereits klare Grundsatzbeschlüsse gefasst und ihre Zustimmung zum aktuellen Stand signalisiert.

Laut Ressortdirektor Martin Vallazza sind die nächsten Schritte nun klar definiert: „Nach Abschluss der Trassenoptimierung folgen Fahrplansimulationen, architektonische Studien zur Aufwertung der Bahnhöfe und vertiefende Untersuchungen zu Übergängen und Querungen in den neu geplanten Streckenabschnitten.“ Anschließend sollen Bauphasen und Baustellenmanagement festgelegt werden.

Alle Beteiligten – das Land, die Gemeinden und die Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) – betonten abschließend, auch in den kommenden Monaten in engem Austausch zu bleiben, um das Projekt weiter gemeinsam voranzubringen.

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