Konsumklima in Südtirol nimmt im Oktober leicht zu

Der Konsumklimaindex stieg im Oktober auf -7,6 Punkte und liegt damit etwas höher als in der vorherigen Umfrage im Juli. Besonders deutlich zeigt sich die Verbesserung bei der Einschätzung der finanziellen Lage der Haushalte in den vergangenen Monaten sowie bei den Kaufabsichten für langlebige Güter wie Haushaltsgeräte oder Möbel. Leicht verschlechtert haben sich hingegen die Erwartungen hinsichtlich der künftigen Entwicklung der Südtiroler Wirtschaft.
Beim Arbeitsmarkt gehen viele Befragte davon aus, dass die bereits niedrige Arbeitslosenquote weiter sinken könnte. Die positive Stimmung ist vor allem bei Selbständigen und jungen Menschen unter 30 Jahren zu beobachten.
Südtirol über EU-Durchschnitt
Während sich das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten in Südtirol leicht erholte, verschlechterte sich das Konsumklima in Europa insgesamt. Der EU-weite Index fiel zwischen Juli und Oktober um 1,2 Punkte auf –14,7 Punkte. Damit liegt er 7,1 Punkte unter dem Südtiroler Wert. In Italien blieb das Konsumklima unverändert bei -16,4 Punkten, während Deutschland und Österreich Rückgänge von 2,5 bzw. 1,5 Punkten verzeichneten.
Handelskammerpräsident Michl Ebner betont in einer Presseaussendung: „Trotz der ungewissen internationalen Lage liegt das Vertrauen der Südtiroler Unternehmen und Familien weiterhin über dem europäischen und italienischen Durchschnitt. Dies ist ein wichtiges Zeichen für die Widerstandsfähigkeit unserer Wirtschaft in schwierigen Zeiten.“
Das WIFO erhebt das Konsumklima viermal jährlich – im Jänner, April, Juli und Oktober. Die Methodik ermöglicht den direkten Vergleich mit den entsprechenden Daten auf nationaler und europäischer Ebene. Der Index basiert auf den Bewertungen der Konsumentinnen und Konsumenten zu den wirtschaftlichen Erwartungen für Südtirol, zur finanziellen Situation der Haushalte und zu den geplanten Ausgaben für langlebige Güter.
Bild: Handelskammer Bozen






