von lif 31.10.2025 09:24 Uhr

Online-Liebe wird zur Kostenfalle

Betrugsversuche, bei denen sich Nutzer in Online-Dating-Portalen oder sozialen Netzwerken verliebt fühlen und dann Geld an eine falsche Liebe senden, nehmen zu. Allein 2023 meldeten Betroffene in den USA rund 1,14 Milliarden US-Dollar Schaden, obwohl die Fallzahlen leicht sanken.  Auch in Europa berichten Polizei und Verbraucherschützer von stark steigenden Schäden.

Bild von autumnsgoddess0 auf Pixabay
  • Ein Profil nimmt Kontakt auf und überhäuft das Opfer mit Liebesbekundungen, sogenanntes „Love Bombing“.
  • Persönliche Treffen werden mit Ausreden verhindert, stattdessen wird regelmäßiger digitaler Kontakt aufgebaut.
  • Dann folgt eine Notlage: etwa ein Unfall im Ausland, gestohlene Kreditkarten oder eine plötzliche Krankheit, immer verbunden mit einer Geldforderung.
  • Das Opfer überweist kleine Summen, die Forderungen werden größer und häufig kommt es zur Erpressung.

In Italien wurden 2024 bereits 293 Fälle von Liebesbetrug im ersten Halbjahr registriert, eine Steigerung um rund 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch in Südtirol meldeten Ermittler Fälle mit fünf- oder sechsstelligen Euro-Schäden.

Schutzmaßnahmen

  • Nie Geld senden an jemanden, den man online nur kennt und noch nie getroffen hat.
  • Warnsignale erkennen: überstürzte Liebesbekundungen, ständige Ausreden für kein Treffen, Geldforderungen.
  • Identitäten prüfen.
  • Kein Teilen sensibler Daten oder kompromittierender Bilder.
  • Kontakt mit vertrauten Personen halten und im Verdachtsfall die Polizei informieren.

Romance-Scams sind eine Betrugsform, bei der Einsamkeit ausgenutzt wird. Wer wachsam bleibt, Warnzeichen erkennt und niemals blind Geld überweist, kann sich wirksam schützen. Vertrauen ist wichtig aber nicht, wenn finanzielle Forderungen aus dem Nichts auftauchen.

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