„Autonomie ist nicht gleich Selbstbestimmung“ – Kritik an Kompatscher

Wechselberger führte aus, dass die „neue gefürstete Grafschaft Tirol“ mit rund 1,9 Millionen Einwohnern nicht nur kulturell, sondern auch wirtschaftlich über dem europäischen Durchschnitt läge – stärker als der Rest Österreichs oder gar Schweden. Vorgesehen sei ein autonomes Tirol nach andorranischem Modell, das weder Österreich noch Italien etwas „wegnehme“. Nach einer Übergangszeit von zehn Jahren solle eine Volksabstimmung über die endgültige staatliche Form stattfinden.
Scharfe Kritik übte Wechselberger an der Aussage von Landeshauptmann Arno Kompatscher, Südtirol habe durch die Autonomie die Selbstbestimmung erhalten. Diese Darstellung sei rechtsstaatlich unhaltbar. Hätte Kompatscher von einer inneren Selbstbestimmung oder vorübergehenden Autonomie gesprochen, wäre die Lage eine andere.
Abschließend erinnerte Wechselberger an die Südtiroler Freiheitskämpfer Univ.-Prof. Dr. med. Erhard Hartung und Siegfried Steger, die nach wie vor nicht in ihre Heimat zurückkehren dürfen. „Es ist eine Frage der Menschenrechte, diesen Männern endlich Heimkehr zu ermöglichen“, so Wechselberger. Zudem habe die Republik Österreich Tirol im Stich gelassen – der Fall Orian sei nur eines von mehreren Beispielen.






