von mmh 27.10.2025 07:19 Uhr

Karibik bereitet sich auf Monstersturm „Melissa“ vor

Die Karibik steht vor einem der schwersten Unwetter der vergangenen Jahrzehnte: Hurrikan „Melissa“ rast mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Kilometern pro Stunde auf Jamaika und Kuba zu. In der Nacht auf Dienstag soll der Sturm auf Land treffen – mit verheerenden Folgen.

APA/RAMMB/CIRA

Bereits am Sonntag hatte der Hurrikan über dem Karibischen Meer rapide an Kraft gewonnen und wurde inzwischen zur Kategorie 4 hochgestuft. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums (NHC) in Miami wird „Melissa“ in der Nacht auf Dienstag direkt auf Jamaika treffen, ehe sie am Dienstag den Südosten Kubas erreicht.

Lebensbedrohliche Lage

Für Jamaika gilt bereits eine Hurrikanwarnung. Die Behörden rechnen mit massiven Überschwemmungen, Erdrutschen und Sturmfluten. In Haiti kamen nach heftigen Regenfällen bereits drei Menschen ums Leben, auch in der Dominikanischen Republik forderte der Sturm ein weiteres Todesopfer.

„Melissa wird uns direkt treffen – und sie bewegt sich nur sehr langsam“, warnte Evan Thompson, Leiter des jamaikanischen Wetterdienstes. „Wir müssen das als eine außergewöhnliche Situation betrachten. Wir haben so etwas noch nicht erlebt.“

Inseln im Ausnahmezustand

Die Regierung reagierte mit drastischen Maßnahmen: Premierminister Andrew Holness rief die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben und den Anweisungen der Behörden zu folgen. Der Flughafen der Hauptstadt Kingston wurde geschlossen, der Zivilschutz bereitete rund 900 Notunterkünfte vor.

„Viele Gemeinden werden den Fluten nicht standhalten können“, sagte Innenminister Desmond McKenzie. Die Einsatzkräfte auf Jamaika und Kuba stehen unter Hochspannung – während die Karibik zitternd auf die Nacht zum Dienstag blickt.

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