Alpindrama im Wilden Kaiser – nächtliche Rettung bei Schneefall

Die beiden Bergsteiger aus Regensburg und Ulm waren am Samstagvormittag zu der anspruchsvollen Tour aufgebrochen und erreichten den Gipfel erst gegen 18.00 Uhr – viel später als geplant. Der Neuschnee und glatte Fels machten den Aufstieg zur Herausforderung. Beim Abstieg über die Abseilpiste in Richtung Nordostgrat der Hinteren Karlsspitze verloren sie schließlich die Orientierung und fanden keinen sicheren Weg mehr. Gegen 22.00 Uhr setzten sie den Notruf ab.
Rettung zunächst unmöglich
Die Bergrettung St. Johann startete sofort zum Einsatz und stieg Richtung Ellmauer Tor auf. Doch dichter Nebel, Schneefall und Wind machten die Suche in der Nacht zu gefährlich. Auch der Rettungshubschrauber musste am Boden bleiben. Die beiden Alpinisten biwakierten daraufhin auf rund 2.100 Metern Höhe und verbrachten die Nacht in der Kälte.
Taubergung bei Tagesanbruch
Erst am Sonntagmorgen konnte der Notarzthubschrauber abheben. Die erfahrenen Bergsteiger wurden per Taubergung aus dem steilen Gelände gerettet und mit leichten Unterkühlungen ins Bezirkskrankenhaus Kufstein geflogen.
Dank der guten Vorbereitung und der richtigen Ausrüstung überstanden beide das gefährliche Biwak unverletzt.
Die Bergrettung appelliert angesichts der bereits winterlichen Bedingungen im Hochgebirge an alle Bergsportler, Touren sorgfältig zu planen und die früh einsetzende Dunkelheit zu beachten.






