von lif 24.10.2025 12:55 Uhr

„Stoanernen Mandln“: Ploner kritisiert Steuergeldverschwendung  

Die Entscheidung der Landesregierung, knapp 500.000 Euro für die Stoanernen Mandln in Kreisverkehren als „Wegweiser” zu den Olympischen Winterspiele 2026 in Antholz auszugeben, sorgt landesweit für scharfe Kritik (UT24 berichtete). Auch der Landtagsabgeordnete, Alex Ploner vom Team K, zeigt sich verwundert über diese Prioritätensetzung.

Landtagsabgeordneten Alex Ploner(Foto: Team K)

„Es ist absurd, dass für ein PR-Projekt wie die Stoanernen Mandln eine halbe Million Euro locker gemacht wird, während für die Schulentwicklung, also für die Innovation im Bildungsbereich in ganz Südtirol, jährlich gerade einmal 200.000 Euro zur Verfügung stehen. Wir reden hier immer von Steuergeld, das sinnvoll, nachhaltig und zur Verbesserung der Lebenssituationen von Menschen eingesetzt werden sollte. Bildung ist die Grundlage für eine zukunftsfähige Gesellschaft – nicht Steinfiguren für ein Sportevent, das längst entschieden ist. Es muss wohl Aufgabe der Veranstalter, sprich des IOC sein, Gelder für die Bewerbung des eigenen Events zu investieren,“ so Alex Ploner in einer Aussendung vom Team K. 

Der Abgeordnete fordert ein Umdenken in der Finanzpolitik der Landesregierung und eine neue Prioritätensetzung. „Es braucht endlich klare Prioritäten. Statt Geld in symbolische Kulissen zu stecken, die auch noch die mediale Aufmerksamkeit bekommen und damit zur Politik-Show verkommen, sollten wir in echte Zukunftsprojekte investieren: Bildung, Inklusion, soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft. Die Geldverschwendung für Olympia muss ein Ende haben. Versprochen waren Spiele quasi zum 0-Tarif. Dieses Versprechen ist heute keinen Pfifferling mehr wert”, betont Alex Ploner.

Es wurden jetzt schon über 50 Millionen Euro, davon 25 Millionen aus dem Südtiroler Steuertopf, in den olympischen Biathlon in Antholz investiert. Auch für die sogenannten Side-Events, die die Olympia Stimmung in Südtirol auf positiv drehen sollen, werden große Summen investiert, nach dem Motto: „Koste es, was es wolle“, hält der Abgeordnete fest.. Es stellt sich für das Team K die Frage, ob nicht genau solche Aktionen wie die „Stoanernen Mandln” genau das Gegenteil erreichen, nämlich die Verärgerung in der Bevölkerung über die Steuermittelverschwendung  für Olympia und damit ein weiterer Imageverlust der an sich tollen und wertvollen olympischen Idee.

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