STF fordert zweisprachige Werbung und weniger Tourismusfokus

STF-Gemeinderat Stefan Unterberger betont, Brixen habe eine mehrheitlich deutschsprachige Bevölkerung, was sich auch in der touristischen Außendarstellung widerspiegeln müsse. Die Fraktion fordert daher künftig zweisprachige Werbung, mit „Brixen“ als Hauptbezeichnung und einer kleineren italienischen Ergänzung „Bressanone“.
Darüber hinaus stellt die Süd-Tiroler Freiheit den Sinn zusätzlicher Tourismuswerbung grundsätzlich infrage. Trotz Rekordzahlen bei den Nächtigungen hätten Einheimische zunehmend mit Verkehrsproblemen, steigenden Preisen und überfüllten Plätzen zu kämpfen. „Brixen hat kein Tourismusproblem, sondern ein Alltagsproblem“, so Unterberger.
„Verantwortung darf nicht ausgelagert werden“
Auch die Finanzierung über die Ortstaxe wird kritisiert. Nur rund zehn Prozent der Einnahmen fließen an die Gemeinde zurück, während die Tourismusgenossenschaft deutlich höhere Zuschüsse erhält. Unterberger spricht von „Augenwischerei“, da öffentliche Gelder in ein System flössen, das „sich selbst erhält, ohne echten Mehrwert für die Bevölkerung zu schaffen“.
Die Brixner STF fordert, dass ein Teil der Mittel künftig direkt den Bürgern zugutekommt – etwa in Form sozialer Maßnahmen wie kostenlosem Eintritt für Senioren in die Acquarena. Ein entsprechender Antrag soll im Gemeinderat eingebracht werden.
STF-Ortsobmann Konrad Unterfrauner kritisiert zudem, dass sich die Verwaltung durch Genossenschaften ihrer Verantwortung entziehe: „Verantwortung darf nicht ausgelagert werden – weder bei der Werbung noch bei den Finanzen.“






