von veo 21.10.2025 07:39 Uhr

Gespräch über Schutz für die Langkofelgruppe

Vertreter aus Politik, Umweltverbänden und Bürgerinitiativen haben sich mit Landesrat Peter Brunner in Bozen getroffen, um über den besseren Schutz der Langkofelgruppe, der Cunfinböden und der Steinernen Stadt zu beraten. Im Mittelpunkt standen die mögliche Erweiterung des Naturparks Schlern-Rosengarten und Alternativen zum formellen Naturparkstatus.

Foto: Nosc Cunfin

Breite Unterstützung für den Schutz des Gebiets

Am 16. Oktober fand im Landesamt für Natur, Landschaft und Raumentwicklung ein Treffen zwischen Landesrat Peter Brunner, Vertretern der Landesverwaltung, Umwelt- und Alpinverbänden sowie der Bürgerinitiative Nosc Cunfin statt. Diskutiert wurde über die Einbeziehung der Langkofelgruppe mit den Cunfinböden und der Steinernen Stadt in den Naturpark Schlern-Rosengarten sowie über eine Erweiterung des Naturdenkmals Steinerne Stadt.

Die Initiative Nosc Cunfin, die von über 70.000 Bürgern unterstützt wird und 2025 mit der „Bandiera Verde“ ausgezeichnet wurde, verwies auf bestehende Gemeindebeschlüsse und den Landtagsbeschluss 618/22. Umwelt- und Alpinverbände betonten die ökologische Bedeutung der Region, die als „Oase der Ruhe und Biodiversität“ gilt. Ein Naturpark wäre, so die Vertreter, ein deutliches Signal für Weitblick und Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.

Realistische Schritte und nächste Maßnahmen

Landesrat Brunner wies auf die planerischen Hürden einer Naturparkerweiterung hin, etwa die Landesgrenze zu Welschtirol und Eigentumsfragen. Er schlug vor, im Zuge der Überarbeitung des Gebietsplans Seiser Alm „geschützte Landschaftsteile“ nach Artikel 11 des Landesgesetzes Raum und Landschaft auszuweisen. Dies könne rascher umgesetzt werden und würde den Schutz vor neuen Infrastrukturen sichern.

Die Verbände begrüßten diesen Vorschlag, hielten jedoch langfristig an der Vision eines Naturparks fest. Auch die Erweiterung des Naturdenkmals Steinerne Stadt wurde diskutiert. Fachleute betonten die geologische Bedeutung des Areals und die Notwendigkeit, es vor weiteren Eingriffen zu schützen. Brunner kündigte an, den Austausch mit den Verbänden fortzusetzen und die Arbeiten am Gebietsplan gemeinsam weiterzuführen.

Bild: Nosc Cunfin

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