von ih 17.10.2025 08:05 Uhr

Südtirols Strategien orientieren sich zunehmend an UN-Nachhaltigkeitszielen

Eine neue Studie des WIFO – Instituts für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen – hat 24 strategische Planungsdokumente der Südtiroler Landesverwaltung im Hinblick auf die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) untersucht. In Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) analysierten die Forschenden rund 3.000 Seiten mit insgesamt 483 Zielen und 1.575 Maßnahmen aus Bereichen wie Klima, Mobilität und Tourismus.

Foto: Handelskammer Bozen

Etwa 37 Prozent der formulierten Ziele betreffen ökologische Themen, 31 Prozent wirtschaftliche und 29 Prozent soziale Aspekte. Rund die Hälfte der Ziele erfüllt die wesentlichen SMART-Kriterien und ist somit klar überprüfbar. Bei den Maßnahmen dominieren organisatorische und verwaltungsbezogene Ansätze (22,9 Prozent), gefolgt von Sensibilisierungs- (22,0 Prozent) und Infrastrukturmaßnahmen (18,3 Prozent).

Eine ergänzende Expertenbefragung aus Südtirol, Nordtirol und dem Trentino zeigte insgesamt positive Wechselwirkungen: Etwa die Hälfte aller Zielpaare weist Synergien auf, während Zielkonflikte – etwa zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltschutz – selten sind.

Landeshauptmann Arno Kompatscher betont die Bedeutung solcher Analysen: „Wenn wir Synergien auch in unseren konkreten Maßnahmen umsetzen, kann nachhaltige Entwicklung zugleich ökologisch, sozial und wirtschaftlich erfolgreich sein.“ Handelskammer-Präsident Michl Ebner ergänzt: „Klar formulierte Ziele und geeignete Maßnahmen sind entscheidend für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes.“

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite