Erasmus+-Projekt bringt frische Impulse nach Brixen

Nach der Begrüßung durch den Koordinierenden Pflegedienstleiter Harald Frena erhielten die Gäste einen umfassenden Einblick in den Aufbau und die Organisation des Südtiroler Sanitätsbetriebs. Besonders betont wurde die enge Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen und die Bedeutung von Teamarbeit.
Fokus auf Relationship based Care
Ein Schwerpunkt des Treffens war das Leitbild Relationship based Care (RbC), das auf eine gesundheitsfördernde, patienten- und familienorientierte Pflege setzt. Pflegedirektorin Marianne Siller gilt als treibende Kraft hinter der Einführung dieser Strategie, die auf Qualität, Teamwork und nachhaltige Entwicklung in der Pflege abzielt.
Auch zukünftige Versorgungsmodelle, die im Rahmen des staatlichen Wiederaufbauplans PNRR entstehen, wurden vorgestellt – darunter die sogenannten Gemeinschaftshäuser, die eine wohnortnahe Versorgung fördern sollen. Bezirksdirektorin Elisabeth Montel hob dabei die Bedeutung präventiver Ansätze und innovativer Pflegekonzepte hervor.
Familienzentrierte Pflege im Mittelpunkt
Ein weiterer Themenblock widmete sich der familienzentrierten Pflege, die das Ziel verfolgt, Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten. Präventive Hausbesuche und die enge Zusammenarbeit zwischen Pflegepersonal, Patient und Familie spielen dabei eine zentrale Rolle.
Abgerundet wurde das Programm mit Einblicken in Aromapflege, Pflegeprozesse und die Arbeit in den Krankenhäusern Brixen und Sterzing. Besonders erfreulich: Viele Studierende früherer Erasmus+-Programme berichten von positiven Erfahrungen in Südtirol und können sich vorstellen, hier später beruflich tätig zu werden.
Der Besuch war Teil einer mehrtägigen Erasmus+-Reise, bei der rund 25 Mitarbeitende der WBS Schulen Südtirol kennenlernen und zukünftige Praxiseinsatzorte besichtigen.






