von mmh 15.10.2025 11:48 Uhr

Lkw-Kontrollen verschärft- Nordtirol investiert 3,5 Millionen Euro

Die Kontrollstelle Radfeld an der A12 Inntalautobahn wird derzeit um 3,5 Millionen Euro modernisiert – doppelt so viel Platz, neue Technik und klimafreundliche Ausstattung inklusive. Bereits jetzt werden in Radfeld und Kundl jährlich über eine Million Lastwagen überprüft – und die Bilanz zeigt, dass sich die strengen Kontrollen lohnen.

(Bild von Alexa auf Pixabay)

„Wir schauen genau hin“

Im Rahmen eines Lokalaugenscheins informierten sich am Mittwoch Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth und Verkehrslandesrat René Zumtobel über den Baufortschritt. Das bestehende Gebäude wird seit Jahresbeginn saniert und erweitert – während der Betrieb weiterläuft. „Wir schaffen moderne, sichere und nachhaltige Arbeitsbedingungen für die Kontrollorgane“, so Wohlgemuth.

Die neue Anlage soll bis Jahresende fertig sein, im Frühjahr folgen letzte Adaptierungen. Eine Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und ein neues Carport sorgen dafür, dass das Gebäude künftig auch ökologisch Maßstäbe setzt.

32.000 Delikte im Jahr – 4.500 wegen Überladung

Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2024 wurden in Nordtirol über 32.000 Verstöße festgestellt – 4.500 davon wegen Überladung. Zum Vergleich: 2019 waren es noch rund 10.000 Delikte weniger.
„Wer in Tirol unterwegs ist, weiß, dass wir genau hinschauen“, sagt Landespolizeidirektor Helmut Tomac. „Diese Kontrollen sind ein entscheidender Beitrag zur Verkehrssicherheit.“

Neben Gewicht und äußerem Zustand der Lkw werden auch Bremsen, Ladungssicherung und Fahrerunterlagen geprüft. Unterstützung kommt dabei von speziell geschulten Technikern und dem mobilen Prüfzug der ASFINAG.

Notausfahrt Kundl soll Unfälle verhindern

Auch an der Kontrollstelle Kundl wird aufgerüstet: 2026 entsteht dort eine neue Pannenbucht mit Notausfahrt – ein Projekt, das nach mehreren gefährlichen Zwischenfällen längst überfällig war. Immer wieder hatten Lkw-Fahrer nach verpasster Einfahrt gefährliche Wendemanöver auf der Autobahn versucht.
Die Baukosten von rund 420.000 Euro teilen sich das Land Tirol und die ASFINAG.

Tirol bleibt hart beim Transitverkehr

Mit seinen Kontrollstellen und Fahrverboten setzt Nordtirol europaweit Maßstäbe bei der Überwachung des Transitverkehrs. „Die internationalen Transportunternehmen wissen, dass sie in Tirol jederzeit kontrolliert werden können – das wirkt“, betonen Wohlgemuth und Zumtobel.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite