von veo 14.10.2025 07:07 Uhr

Autonomiestele am Südtiroler Platz in Wien feierlich enthüllt

In Wien wurde am Südtiroler Platz eine „Autonomiestele“ feierlich übergeben. Sie erinnert an Bruno Kreiskys Einsatz für die Südtirol-Frage und soll als Ort der Information und Begegnung dienen. Bei der Enthüllung würdigten Landeshauptmann Arno Kompatscher und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig die historische Bedeutung Kreiskys Engagements.

Foto: Stadt Wien/Jobst

Ein Zeichen der Erinnerung und des Dialogs

Drei Wochen vor dem 65. Jahrestag von Bruno Kreiskys historischer UNO-Initiative zur Südtirol-Frage wurde am 13. Oktober in Wien die neue „Autonomiestele“ am Südtiroler Platz feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Die Gedenksäule dokumentiert den Weg Südtirols von der Konfliktregion zur autonomen Provinz und soll zugleich ein Ort des Austauschs sein.

Landeshauptmann Arno Kompatscher erinnerte in seiner Rede an den entscheidenden Beitrag Kreiskys: „Seine Initiative am 31. Oktober 1960 war ein Meilenstein auf dem Weg zur heutigen Autonomie. Sie ebnete den Weg für zwei UN-Resolutionen und legte den Grundstein für ein internationales Erfolgsmodell.“ Auch Wiens Bürgermeister und Landeshauptmann Michael Ludwig betonte die bleibende Bedeutung des damaligen Engagements: „Diese Stele erinnert uns daran, dass Frieden und Selbstbestimmung keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern das Ergebnis von Mut zum Kompromiss und diplomatischem Einsatz.“

Südtiroler Platz als symbolischer Ort

Der Südtiroler Platz in Wien wurde bereits 1927 als Zeichen der Solidarität mit Südtirol benannt – in einer Zeit, als das Land unter dem italienischen Faschismus litt. Damit sollte die historische und emotionale Verbundenheit zwischen Österreich und Südtirol betont werden.

Bürgermeister Ludwig unterstrich die besondere Bedeutung des Ortes: „Wien ist eine Stadt der Diplomatie – dieser Platz ist daher der passende Rahmen für dieses Projekt.“ Arno Kompatscher ergänzte: „Diese Stele mahnt uns, dass Autonomie und Frieden nicht selbstverständlich sind, sondern nur durch ständige Arbeit und Wachsamkeit bewahrt werden können.“

Foto: Stadt Wien/Jobst

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