Messner über neue Palliativzentren: „Ein wichtiger Schritt“

Derzeit werden die meisten Betroffenen zu Hause betreut. 2024 erhielten rund 1.350 Personen eine solche Begleitung durch mobile Palliativdienste. Zusätzlich gibt es 29 stationäre Palliativbetten in Südtirol, in denen im vergangenen Jahr 641 Menschen versorgt wurden. „Unsere Gesellschaft wird immer älter und damit steigt auch die Zahl der Menschen, die schwer erkranken und palliativ betreut werden müssen“, sagt Messner gegenüber UT24. „Um dieser Entwicklung frühzeitig zu begegnen, erweitern wir die Zahl der Palliativbetten.“ Mit dem Ausbau soll diese Zahl auf 46 Betten steigen. Neue Einheiten sind in Leifers und Brixen geplant, außerdem entsteht in Prissian eine eigene Einrichtung für Kinder und Jugendliche.
„In Leifers schaffen wir zwölf neue Palliativbetten, die die Versorgung im Unterland und Überetsch deutlich verbessern werden“, erklärt Messner. Die Eröffnung ist mit dem neuen Gemeinschaftshaus für 2026 vorgesehen. Auch in Brixen wird eine neue Einheit mit fünf Betten entstehen. Sie soll im ehemaligen Sanatorium des Krankenhauses eingerichtet werden, sobald das dortige Seniorenheim umgezogen ist.
Ein besonderes Projekt entsteht in Prissian: Dort wird erstmals eine Kinder- und Jugend-Palliativstation gebaut. „Aktuell fehlt uns ein spezialisiertes Zentrum für Kinder und Jugendliche mit unheilbaren oder chronischen Erkrankungen und ihren Familien“, so der Landesrat. „In Prissian entsteht deshalb eine Einrichtung, die jungen Menschen und ihren Angehörigen gezielt Unterstützung bietet.“ Geplant sind fünf Familienwohnungen, damit Kinder und Eltern zusammenbleiben können, sowie eine Tagesklinik für ambulante Behandlungen. Der Baustart ist für 2026 geplant, die Eröffnung bis spätestens Anfang 2028.
Damit es genügend qualifiziertes Personal gibt, setzt das Land auf Aus- und Weiterbildung. „Wir erweitern bestehende Teams und schulen gezielt im palliativen Bereich“, betont Messner. „Zudem werden neue Fachkräfte eingestellt, um die Versorgung langfristig abzusichern.“






